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    Winterhausen

    Radweg soll komplett befestigt werden

    Der Radweg zwischen Winterhausen und Goßmannsdorf steht  im Schatten des Mainradwegs auf der anderen Seite des Flusses. Das soll sich ändern. Ein Ausbau des Weges, der noch unbefestige Abschnitte aufweist, ist als interkommunales Projekt in Überlegung. Der größte Anteil davon entfiele auf Winterhäuser Gemarkung, ein kleinerer von knapp mehr als 100 Meter auf Goßmannsdorfer Gemarkung, wofür die Stadt Ochsenfurt zuständig wäre. Der Marktgemeinderat Winterhausen ist grundsätzlich für den Ausbau,  allerdings nicht um jeden Preis. Denn der mögliche Ausbaustandard und davon abhängig die Kosten sind noch nicht sicher, ebenso wenig wie die Zuschüsse. Um an Fördergelder zu kommen, war aber ein Grundsatzbeschluss nötig, der jetzt gefasst wurde.

    Im Ausbau des Weges werden viele Vorteile gesehen. Zum einen könnte der schon stark befahrene rechtsmainische Weg entlastet und somit eine Entzerrung der Radverkehrsströme erreicht werden, die angesichts des zunehmenden Umweltbewusstseins bei der Fortbewegung von großer Bedeutung sei.  Auf beiden Seiten des Flusses gäbe es eine gleichwertige Verbindung. Von Würzburg kommend wäre ein besserer Anschluss an den Gaubahnradweg Ochsenfurt-Bieberehren und weiter ins Taubertal möglich. Zudem könnten auch die Bahnstationen Goßmannsdorf und Winterhausen mit einer Radwegverbindung verknüpft werden.

    Zwei Varianten bei der Trassenführung möglich

    Klar ist die Trassenführung von Goßmannsdorf bis zur ehemaligen Sandwäscherei in Winterhausen. Dort anschließend stehen zwei Varianten zur Wahl: entweder hinunter zum Flussufer und somit unterhalb der Obstbaumanlagen, oder oberhalb der Obstbaumwiesen bis zum Ortsrand von Winterhausen beim Johannisfeuerplatz.

    Die obere Variante hätte den Vorteil, dass ein Teilstück schon befestigt ist. Für den Abschnitt würde man gern das Amt für ländliche Entwicklung als Zuschussgeber ins Boot holen. Dieses setzt jedoch bei der Ausführung Maßstäbe für einen Wirtschaftsweg, was mit einem stärkeren Fahrbahnaufbau  und mehr Breite verbunden wäre - und somit auch höheren Gesamtkosten. Dennoch bleibt das ALE als Zuschussgeber in Betracht.

    Eine Zusage liegt auch vom Zweckverband Erholungs- und Wandergebiet Würzburg vor über zehn Prozent Zuschuss zu einem reinen Radweg. Beim Landratsamt Würzburg wurde ebenfalls ein Zuschussantrag gestellt. Um den Antrag weiter bearbeiten zu können, verlangte das Amt einen Grundsatzbeschluss. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für den Ausbau aus, allerdings unter dem Vorbehalt, dass entsprechend Zuschüsse fließen. Denn die momentanen überschlägigen Kostenschätzungen gehen je nach Ausbaulänge und Ausbaustandard erheblich auseinander: von 420 000 bis 870 000 Euro.

    Bürgermeister Christian Luksch meinte in der Sitzung, der Radwegausbau sei "sinnvoll, aber nicht um jeden Preis". Die Gemeinde habe in ihrem Vermögenshaushalt auch noch andere Projekte zu stemmen. Zuerst sollte man alle Töpfe anzapfen und erst wenn Zusagen vorliegen, weiter über Details entscheiden. Ratsmitglied Kurt Kleinschnitz schlug vor, den vorhandenen Unterbau des Weges auf seine Tauglichkeit zu prüfen. Wenn diese schon gegeben sei, könnte man eventuell Kosten sparen.    

     

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