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    Winterhausen

    Ratsbeschluss: Einheitliche Schilder gegen den Wildwuchs

    Der Schilderwald in Winterhausen ist vielfältig. Fast zu jeder  Einrichtung, seien es nun Gaststätten, Biergärten, Sportanlagen, Firmen oder öffentliche Einrichtungen gibt es Wegweiser in ganz eigener Gestalt. Die Gemeinde möchte diesen Wildwuchs durch eine einheitliche Beschilderung beseitigen.

    Mit der Erarbeitung eines Konzepts wurde Tina Westendorf beauftragt. Die Kommunikationsdesignerin stellte in der Gemeinderatssitzung ihre Entwürfe vor, die beim Gremium auf durchwegs positives Echo stießen. Sie setzt nicht auf knallige Effekte, sondern findet einen dezenteren Stil eher zu Winterhausen passend, womit sie den Nerv der Ratsmitglieder traf.

    Grundfarbe Grau mit dunklem Blau

    Die Schilder in ihrem Entwurf haben die Grundfarbe Grau. Die Buchstaben sind in einem dunklen Blau gehalten, das sich in Winterhausen schon als typisch eingebürgert habe. Die Lettern sollen auf die Schilder geklebt werden und einerseits gut haltbar sein, andererseits aber entfernt werden können, um das Schild bei Bedarf neu beschriften zu können.

    Kein Logos und keine zusätzliche Werbung

    Größe, Form, Farbe, Schriftart sollen für jegliche Art von Ziel gleich sein. Es wird nur der Name oder die Bezeichnung aufgebracht, aber kein Logo und keine zusätzliche Werbung, wie sie beispielsweise bei gastronomischen Einrichtungen oft vorkommt. Es soll ein flexibles System mit Halterungen geben, an die mehrere Schilder passen. Aber auch einzelne sollen möglich sein.

    Gemeinderätin Anja Renz möchte die Zahl der Schilder pro Halterung begrenzen, damit die Übersichtlichkeit gewahrt bleibt. Tina Westendorf stellte fest, das aus wissenschaftlicher Sicht erwiesen sei, dass maximal sieben Schilder noch vom Betrachter aufgenommen werden könnten.  Zweiter Bürgermeister Matthias Wieser fand die schlichte reduzierte Form für Winterhausen passend und auch die Schilder groß genug.

    Arbeitsgruppe ermittelt Standorte

    Wichtige Fragen beim weiteren vorgehen sind jetzt, was alles beschildert werden soll und an welchen Standorten. "Das wird noch eine große Herausforderung," befand Bürgermeister Christian Luksch. Dafür ist die Einrichtung einer eigenen Arbeitsgruppe vorgesehen, wobei auch an die Einbindung des örtlichen Arbeitskreises Image gedacht ist, der sich bereits mit dem Thema befasst hat. Mit diesem Arbeitskreis sei man bereits ebenso schon im Gespräch wie mit der Interkommunalen Allianz, berichtete Tina Westendorf. Als unabdingbare Standorte für Wegweiser nannte sie den Bahnhof und die Einfallstraßen. Denn die Fremden müssten zu den Zielen geleitet werden.

    Bürgermeister Luksch wies noch darauf hin, dass in einer späteren Phase darüber nachzudenken sei, wie man vorhandene Schilder, die nicht mehr ins neue Konzept passen, weg bekommen könnte. Darüber müsste man mit den betreffenden Eigentümern reden. Denkbar sei, in der Ortsgestaltungssatzung die Festlegung zu treffen, dass nur das einheitliche System zulässig sei.

    Gemeinderat Rüdiger Borkowski fragte, ob auch die Radwegschilder in das neue System einbezogen werden. Bürgermeister Luksch meinte, dass man nicht alle Schilder von überörtlichen Trägern weg bekommen könne. Und es gehe ja um die Neuordnung im eigenen Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.

    Zu möglichen Kosten stellte Luksch fest, dass ein Angebot eingeholt worden sei. Etwa zehn Gestelle und dazu 50 Schilder kämen auf etwa 8000 Euro. Sollten bei Bedarf Bodenplatten nötig werden, kämen dafür noch extra Kosten hinzu. Ebenso zu berücksichtigen seien noch die Kosten für die Erstellung des Konzepts durch die Kommunikationsdesignerin.

    Auf Grundlage ihres vorgestellten Konzepts weiter zu arbeiten, darin war sich der Gemeinderat ohne formellen Beschluss einig. 

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