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    FRICKENHAUSEN

    Reichlich Früchte der Partnerschaft geerntet

    Zahlreiche Geschenke wurden beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Frickenhausen – Luc-sur-Mer au... Foto: Klaus L. Stäck

    Um eine weitere europäische Note bereichert wurde der Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft von Frickenhausen mit dem französischen Luc-sur-Mer.

    Zur Einstimmung gab es italienisches Eis von Salvatore. Im weiteren Verlauf erklangen oft mit Frickenhäuser Wein gefüllten Gläser. Erinnerungen an die Anfänge, an interessante Begegnungen von Bürgern und Vereinen wurden aufgefrischt und durch eine Fotopräsentation von Bernhard Schenkel illustriert.

    Auch in die Zukunft der europäischen Gemeinsamkeit wurde – nicht ganz sorgenfrei – geblickt. An der Spitze der französischen Gäste standen Bürgermeister Philippe Chanu und der Präsident des Partnerschaftskomitees, Jacques Chesnais.

    Bei Mostsuppe sprang der Funke

    Die Anfänge der Partnerschaft reichen mehr als 20 Jahre zurück, woran Bürgermeister Reiner Laudenbach und die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Franziska Golombek, erinnerten. Schon im Dezember 1996 war eine Delegation aus Luc in Frickenhausen. Bei Mostsuppe und Weihnachtsgans sei der Funke übergesprungen, erzählte Reiner Laudenbach. Im Frühjahr 1997 reisten Bürgermeister Ludwig Hofmann mit Ehefrau Helga, Elke und Peter Güttler, Monika und Gregor Haubner, Reiner und Dorell Laudenbach, Franziska und Jürgen Golombek nach Luc.

    Bei Champagner, Meeresfrüchten, Lammbraten, Käse und reichlich Calvados hätten auch die Frickenhäuser nicht mehr nein sagen können, so Franziska Golombek. Noch im September des gleichen Jahres unterzeichneten die Bürgermeister Ludwig Hofmann und Christian Brac de la Perriere die Urkunde im Beisein der Partnerschaftspräsidenten Michel Andrieux und Peter Güttler.

    Apfelbaum gepflanzt

    Die Gegenzeichnung in Frickenhausen war im Juni 1998. Aus diesem Anlass wurde vor dem Rathaus ein Apfelbaum gepflanzt, der passend zum Jubiläum heuer besonders viele Früchte getragen hat, die schon geerntet sind, wie Laudenbach feststellte. Besonders in Erinnerung blieb ihm seine erste Begegnung als Bürgermeister mit seinem Amtskollegen in Luc-sur-Mer 2014, als der 70. Jahrestag der Landung alliierter Truppen an der Kanalküste mit einem goßen Umzug gefeiert wurde.

    Philippe Chanu ermöglichte es Laudenbach, als erster deutscher Bürgermeister mit zu marschieren, und half dazu, dass künftig bei diesem Ereignis die deutsche Flagge stets dabei ist. Laudenbach erinnerte an die Anfänge der deutsch-französischen Beziehungen, als Staatspräsident Charles de Gaulle 1962 mit einer Rede an die Jugend Begeisterung für Europa entfacht habe.

    Zerbrechliche Gemeinsamkeit

    Inzwischen sei Europa auch eine Angelegenheit der Kommunen geworden. Partnerschaften seien wesentliche Elemente der Europapolitik. Dass Partnerschaften von Menschen leben, betonten MdL Manfred Ländner und der stellvertretende Landrat Armin Amrehn. Den Zielen der ersten Zeit sei man heute sehr nahe, sagte Amrehn.

    Allerdings sei die europäische Gemeinsamkeit zerbrechlich, gerade wegen Krisen und neuer Ideologien. Es gelte, gemeinsame Werte zu leben. Der Einsatz für Frieden, Demokratie und Menschenrechte liegt auch Bürgermeister Chanu am Herzen.

    Nach den Reden wurden die Geschenke ausgetauscht. Die Frickenhäuser spendierten einen großen Bocksbeutel und Ratsherrnschoppen, sowie Bücher mit Fotos von Begegnungen. Die Partner aus Luc-sur-Mer hatten einen reichhaltigen kulinarischen Korb dabei und ein Plakat, mit dem 1930 in Pariser Bahnhöfen für Reisen in die Küstenstadt Luc-sur-Mer geworben wurde, das ein zeitgenössischer Künstler neu aufgelegt hat.

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