• aktualisiert:

    Würzburg

    Residenz Würzburg: 7 kuriose Fakten, die Sie noch nicht kennen

    Ob geheime Schwarzgeldkassen oder als Trabbi-Parkplatz: Die Residenz Würzburg hat viel erlebt. Kennen Sie die kuriosesten Fakten rund um das Würzburger Wahrzeichen?
    Die Residenz Würzburg hat einiges erlebt. Kennen Sie die kuriosesten Fakten rund um das Bauwerk?
    Die Residenz Würzburg hat einiges erlebt. Kennen Sie die kuriosesten Fakten rund um das Bauwerk? Foto: Silvia Gralla

    Fast dreihundert Jahre gibt es die Residenz Würzburg bereits. Sie überdauerte Könige und Kaiser und ist weltweit für ihre Schönheit berühmt. Heute kennt man das Unesco-Weltkulturerbe vor allem als Touristenmagnet. Doch die Residenz hat auch andere Seiten. Von geheimen Schwarzgeldkassen bis zu einem Trabbi-Ansturm aus der DDR hat sie viel erlebt. Kennen Sie die kuriosesten Fakten rund um das historische Bauwerk?

    1. Die Residenz Würzburg zierte den 50 D-Mark Schein

    Residenz Würzburg: 7 kuriose Fakten, die Sie noch nicht kennen
    Foto: Wikimedia Commons

    Bis heute hat die D-Mark für viele Deutsche eine besondere Bedeutung. Sie repräsentiert Wertigkeit, Stabilität und Lebensqualität. Wichtige Persönlichkeiten und bedeutende Wahrzeichen auf den Scheinen sollten dieses Gefühl noch verstärken. Klar, dass hier auch die Residenz Würzburg nicht fehlen durfte. Zusammen mit der Marienfestung und anderen historischen Würzburger Gebäuden zierte sie den Hintergrund des 50 D-Mark Scheins. Im Vordergrund: Baumeister Balthasar Neumann.

    2. Der Residenzplatz als Parkplatz für zahlreiche Trabbis

    Residenz Würzburg: 7 kuriose Fakten, die Sie noch nicht kennen
    Foto: Heußner

    Es ist Samstag, 11. November 1989, als der gesammelte Trabbi-Ansturm die Residenz erreicht. Einen Tag davor war die Mauer gefallen, zahlreiche Menschen kamen aus Thüringen nach Würzburg, um hier ihr Willkommensgeld entgegen zu nehmen. Der Residenzparkplatz bot sich damals wohl für die zahlreichen Fahrzeuge einfach an. Von dort erfragen die Neuankömmlinge dann den Weg zum Rathaus. Dort gab es pro Person 100 Mark vom Bund und nochmal 40 vom Freistaat. Der Kurztrip vor die Residenz ist den Besuchern bestimmt in guter Erinnerung geblieben.

    3. Napoleon hatte einst einen Wutanfall in der Würzburger Residenz

    Eine Zeichnung von Napoleon im Residenzgarten.
    Eine Zeichnung von Napoleon im Residenzgarten. Foto: Sammlung Willi Dürrnagel

    Als das "schönste Pfarrhaus Europas" soll Napoleon die Residenz einst spöttisch bezeichnet haben. 1806 besuchte er die Stadt Würzburg, die mit dem Anschluss an den Rheinbund eine französische Festung geworden war. Ein 10 000 Mann starkes Heer hatte er zum Kampf gegen das verfeindete Preußen dabei. Als ihn in der Residenz ein preußisches Ultimatum zum Rückzug hinter den Rhein erreichte, soll er dann einen großen Tobsuchtsanfall bekommen haben. Die darauffolgende Schlacht gewann er dann übrigens auch dank der Hilfe Würzburger Truppen.

    4. Die Residenz Würzburg auf Milchdöschen in China

    Residenz Würzburg: 7 kuriose Fakten, die Sie noch nicht kennen
    Foto: Uschi Merten

    Die Chinesen sind bekanntlich ganz vernarrt in mittelalterliche europäische Bauwerke. Klar, dass auch die Residenz in Würzburg die Herzen chinesischer Touristen höher schlagen lässt. Als die damals 26-jährige Sibylle Pearce aus Ochsenfurt (Lkr. Würzburg) in einem chinesischen Teehaus ein Milchdöschen mit aufgedruckter Residenz entdeckte, konnte sie es dann aber doch kaum glauben. Wie Pearce recherchierte, hat die Universität Würzburg wohl partnerschaftliche Beziehungen zur Universität Hangzhou, was den weiten Weg des Motivs erklären würde.

    5. 2010 war die Residenz Drehort für den Film "Die drei Musketiere"

    Residenz Würzburg: 7 kuriose Fakten, die Sie noch nicht kennen
    Foto: Rudolf Bernhardt

    Mit seinen 350 Mitarbeitern, Hubschraubern und Sonderwünschen versetzte das Team der Filmproduktionsfirma Constantin Würzburg 2010 in den Ausnahmezustand. Wegen seiner malerischen Sehenswürdigkeiten diente Würzburg als Drehort für den Film "Die drei Musketiere". Auch die Residenz war eine Kulisse des Films. Für die Dreharbeiten mussten dann die Absperrungs-Poller am Residenzplatz weichen, schließlich gab es die zu Zeiten der Filmhandlung noch nicht.

    6. Geheime Schwarzgeldkasse in der Würzburger Residenz?

    Im Bild eine Spiegelung des Oegg-Tors neben der Residenz.
    Im Bild eine Spiegelung des Oegg-Tors neben der Residenz. Foto: Patty Varasano

    Heftige Vorwürfe rund um die Residenz wurden im Jahr 2014 laut. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, soll es jahrelang nicht ordentlich abgerechnete Führungen außerhalb der Öffnungszeiten gegeben haben. 60 Euro hätten Touristen dafür gezahlt, die Gelder seien in eine schwarze Kasse für Mitarbeiter geflossen. Eine Sprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung bestätigte damals, dass es in der Residenz ein Entlohnungsmodell gegeben hat. Laut Würzburger Schloss- und Gartenverwaltung hat es aber seit 2012 keine Sonderführungen mehr gegeben.

    7. Die Residenz im Lego-Miniformat

    Residenz Würzburg: 7 kuriose Fakten, die Sie noch nicht kennen
    Foto: Patty Varasano

    Rund 1000 Arbeitsstunden und etwa zwei Millionen Steine steckte Hobbymodellbauer Reinhold Dukat aus Kitzingen in den Lego-Nachbau der Würzburger Residenz. Das Wahrzeichen ist im Maßstab 1:32 gebaut. Um den Nachbau so originalgetreu wie möglich gestalten zu können, streifte Dukat immer wieder rund um die Residenz und zählte dabei wichtige Details wie Fenster – etwa 2000 sollen es sein. Inzwischen wurde der Nachbau übrigens sogar in der echten Residenz ausgestellt. Im Bild: der Frankonia-Brunnen.

    Drei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Würzburg-Newsletter!

    Kommentare (4)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!