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    OCHSENFURT

    Rosa Behon holt sich die Hopfenkrone

    Um die „Seele“ des Bieres, den Hopfen, auch den Unterfranken näherzubringen, legte die Kauzenbrauerei vor 14 Jahren einen Hopfengarten an. Heuer wurde auf der ehemaligen Wiese unterhalb der Brauerei bereits die 13. Ernte eingebracht.

    Kampf um den Titel

    Viele Freiwillige drängten sich an den langen Tischen unter den Pavillons, um die Dolden von den Ranken zu zupfen. Während die über 50 Helfer die Hauptarbeit leisteten, kämpften die Mitglieder von sechs Promiteams um den Titel des Hopfenkönigs. Der Vorjahressieger Wolfgang Kuhl musste sich heuer mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Denn eine hoch motivierte Rosa Behon gab alles, um sich die Krone zu sichern. Nach zehn Minuten hatte sie 760 Gramm Hopfendolden im Körbchen, 140 Gramm mehr als Kuhl.

    Von den 22 Politikern und Lokalgrößen, darunter auch Paul Lehrieder und Manfred Ländner, schaffte es niemand über 500 Gramm. Dabei hatte CSU-Bundestagsabgeordneter Lehrieder als Motivationshilfe fünf hübsche Mitzupferinnen in seiner Gruppe. Neben der amtierenden Bierkönigin Johanna Seiler zupften ihre Vorgängerin Sabine Ulrich und die Fränkische Weinkönigin Klara Zehnder aus Randersacker sowie ihre Vorgängerin Christin Langmann die Dolden ab. Außerdem unterstützte die Maienkönigin aus Uffenheim, Nadine Schmidt, die Gruppe.

    Oxxstock gewinnen abermals Wettbewerb

    Neun Sechsergruppen traten heuer im Teamwettbewerb an. Jeweils zwei Gruppen der Würzburger Eisbären und der Streetbunnies, dann die Herzsportgruppe, der Ochsenfurter Fußballverein, die Handballer der Hätzfelder Bullen, das Team der Ochsenfurter Hundemesse sowie Freunde von Juniorchef Jakob Pritzl mit dem klangvollen Namen Oxxstock stellten sich dem Hopfenzupfen. Letztere gewannen – ebenso wie im Vorjahr – den Teamwettbewerb, nachdem sie über drei Kilo Hopfendolden in zehn Minuten gezupft hatten.

    Die Moderation der Veranstaltung hatte erstmals der „Happy“, alias Herbert Grasitzki, übernommen. Das Wiegen der einzelnen Körbe übernahm Karl Heinz Pritzl persönlich. Nachdem die vielen Helfer und die Teams sich sehr ins Zeug gelegt hatten, war die diesjährige Ernte schon um 13 Uhr beendet. Ähnlich wie bei den Zuckerrüben liegt auch die Hopfenernte in Ochsenfurt unter dem Durchschnitt. Aber aus den 150 handgezupften Dolden lassen sich dennoch 3500 Kästen eines speziellen Bieres brauen. Noch am Samstag wurden die Säcke zur Weiterverarbeitung in die Holledau gefahren.

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