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    Erlabrunn

    Rücklagen werden beinahe für den Bürgerhof-Bauaufgebraucht

    Finanziell kräftig gefordert ist die Gemeinde Erlabrunn mit der Finanzierung des Bürgerhofs im laufenden Jahr und der Komplettsanierung der Straße "Winterleite" in 2020. Nach der Prognose von Kämmerer Bruno Hartmann bei der Vorlage des Haushaltentwurfs gelingt dies ohne Kreditaufnahme, ausschließlich aus Eigenmitteln. "Dies hätte bei der Planung niemand für möglich gehalten. Allerdings sind die Eigenmittel dann ziemlich aufgebraucht", stellte Bürgermeister Thomas Benkert (UBE) ergänzend fest. Den dennoch relativ niedrigen Etatentwurf mit einem Gesamtumfang von 5 468 600 Euro bewilligte der Gemeinderat einstimmig.

    Nach der Prognose von Kämmerer Bruno Hartmann erhöht sich der Umfang des Verwaltungshaushalts um 189 300 Euro auf 3 331 000 Euro. Bedingt ist dies durch Mehreinnahmen von rund 90 000 Euro bei den Einkommensteueranteilen und einer Steigerung der Gewerbesteuer von 10 000 Euro. Auf einen merklichen Anstieg auf der Ausgabenseite verwies der Kämmerer bezüglich eines enormen Anstiegs der Schulverbandsumlage um 81 900 Euro. Begründet ist dies mit notwendigen, erheblichen Investitionen in Brandschutzmaßnahmen. Trotz höherer Ausgaben ist dennoch eine Zuführung von 169 000 Euro vom Verwaltungs- zum 2 137 600 Euro umfassenden Vermögenshaushalt möglich.

    Haushalt ist geprägt vom Bau des Bürgerhofs

    Geprägt ist dieser vom Bau des Bürgerhofs als Hauptausgabe-Position mit 1,7 Millionen Euro. Zur Deckung des Vermögenshaushaltes ist neben der Zuführung eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 1 758 300 Euro notwendig. Kleinere Investitionsmaßnahmen sind darüber hinaus berücksichtigt für ein elektronisches Schließsystem für die Grundschule (10 000 Euro), zur Ergänzung der Straßenbeleuchtung im Gartenweg (15 000 Euro) und die Gestaltung des "Ewigen Gartens" (14 000 Euro). Daneben sind im Etatentwurf eine Investitionszuweisung von 10 000 Euro an den Abwasserzweckverband sowie Kosten für Wasser- und Abwasserhausanschlüsse vorgesehen.

    "Als einzigen Wermutstropfen des Haushaltsentwurfs" forderte Wolfgang Kuhl (FDP) das Augenmerk insbesondere auf die Reduzierung des Wasserverlustes zu legen. Die relativ hohe Menge hierbei von 8000 Kubikmeter erachtete Kuhl "für eindeutig zu hoch."

    Schulden können getilgt werden

    Nachdem im Haushaltsentwurf trotz der Herausforderung mit der Finanzierung des Bürgerhofs keine Kreditaufnahme vorgesehen ist, kann sogar noch der Schuldenstand weiter reduziert werden. Bei einer Tilgung von 10 800 Euro sinkt die Summe der Verbindlichkeiten von 86 000 Euro zum Jahresende 2018 auf 75 200 Euro zum Ende des laufenden Jahres. Bei 1788 Einwohnern bedeutet dies eine  Pro-Kopf-Verschuldung von 42,06 Euro, verdeutlichte der Kämmerer.

    Durch die notwendige Entnahme von 1 758 300 Euro aus der allgemeinen Rücklage verbleiben dort jedoch lediglich 42 770 Euro. "Die Kosten für laufenden Unterhalt und Betrieb der vorhandenen Einrichtungen sind aus aktueller Sicht in den nächsten Jahren aufzubringen", lautete das befriedigende Fazit von Kämmerer Bruno Hartmann. Gleichzeitig verwies der Kämmerer auf bevorstehende dauerhafte finanzielle Belastungen durch die notwendige Generalsanierung der Verbandsschule und auch den Unterhalt für den Bürgerhof.

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