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    GELCHSHEIM

    Saniertes Bad erfreut sich großen Zuspruchs

    Nach dreijähriger Sanierungspause wurde am 1. Mai das Freibad wieder eröffnet. Trotz kalten Winds sei die Veranstaltung ein großer Erfolg gewesen, sagte Bürgermeister Hermann Gessner im Gemeinderat. Nachdem sich an den folgenden Tagen sommerliches Wetter einstellte, sei der Besucherzuspruch sehr gut gewesen. Es wurden auch Erfahrungen gesammelt, was an der Austattung zu ergänzen ist. Noch keine Entscheidung gab es über den Namen für das Bad. Nach einer kontroversen Diskussion wurde beschlossen, noch einmal eine Jury damit zu befassen.

    Zum Gelingen der Eröffnung hätten viele Freiwillige beigetragen, sagte der Bürgermeister. Bereits am Gottesdienst hätten 400 Besucher teilgenommen. Großen Zuspruchs hätten sich die gestifteten Kuchen erfreut. Durch den Erlös des Kuchenverkaufs und Geldspenden seien 1357 Euro zusammen gekommen, die für ein Spielgerät verwendet werden. Gessner dankte auch den Verantwortlichen der Biogasanlage, die mit Führungen den Nachmittag informativ gestalteten.

    In den ersten Öffnungstagen seien schon über 100 Jahreskarten verkauft worden: Mehrfach wurde über positive Resonanz der Besucher berichtet. Thomas Esslinger vom Arbeitskreis der ehrenamtlichen Helfer fand die Farb- und Lichteffekte im Bad toll. Auf die Ergänzung der Ausstattung ging Franz Mark an. Wegen des Bedarfs seien 30 weitere Fahrradständer bestellt, ebenso zwei Uhren, die gut sichtbar angebracht werden sollen Gewünscht wurden in den Umkleiden abschließbare Kabinen, weitere Kleiderhaken und ein Wickeltisch. Bürgermeister Gessner berichtete, dass Ende Mai mit der Firma tricura, die mit dem eigentlichen Schwimmbadteil beauftragt war, eine Besprechung über finanzielle Fragen stattfindet.

    Intensiv diskutiert hat der Gemeinderat über die Frage des Namens. Hierzu hatte es schon zwei Versammlungen des Arbeitskreises gegeben. Die mit der Farbgestaltung beauftragte Beraterin Renate Gresser hatte Vorschläge gemacht. Am Eröffnungstag konnten Besucher ihre Anregungen vorbringen. Diese hat dann ein Gremium aus Renate Deppisch, Conny Esslinger und Marlies Gessner erfasst. Am häufigsten genannt wurden Begriffe wie Freibad, Schwimmbad oder Gaubad. Letztere scheide aber- so Gessner - aus, weil die Gemeinde keinen exklusiven Anspruch auf den Begriff Gau habe. Zudem müsste zum Ausdruck kommen, dass das Bad beheizt ist. Darauf lege der Zuschussgeber, das Amt für Ländliche Entwicklung, Wert, was einigen Teilnehmern der Sitzung neu war. Einige Ratsmitglieder vermissten eine Vorauswahl, so dass eine Entscheidung noch nicht möglich sei. Christoph Wülk und Markus Konrad meinten, dass nicht die Häufigkeit der Nennung entscheidend sei, sondern die Besonderheit. Sebastian Fenner wandte ein, dass die erhoffte zündende Idee aber nicht gekommen sei. Deshalb komme nur ein klassischer Name in Frage. Diese Auffassung vertrat Stefan Leimig mit Nachdruck und plädierte für eine sofortige Entscheidung. Schließlich einigte sich das Gremium darauf, dass eine Jury, die aus sechs unabhängigen Personen unterschiedlicher Altersklassen besteht, aus den Vorschlägen sechs auswählt, über die dann der Gemeinderat entscheidet. Hermann Gessner stellte abschließend fest: „Der Name ist wichtig. Aber noch wichtiger ist, dass das Bad gut funktioniert.“

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