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    Estenfeld

    Sanierung der Schulturnhalle Estenfeld beginnt

    In die Sanierung der Schulturnhalle Estenfeld und der Unterkunft der Malteser unterhalb der Turnhalle kommt Bewegung. Der Gemeinderat vergab am Dienstagabend, nachdem die Baugenehmigung eingetroffen war, die Aufträge für den Teilabbruch mitsamt Entrümpelung, der Heizung, der Lüftungsanlage und der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Nicht vergeben wurde die Installation der Sanitäranlagen, weil keine der zehn angefragten Firmen ein Angebot abgegeben hatte. Einstimmig legte der Rat fest, dass die Verwaltung weitersuchen und den Auftrag bei Vorliegen eines Angebotes auch vergeben kann.

    Die gesamte Sanierung kostet rund 2,1 Millionen Euro, von denen 1,7 Millionen Euro förderfähig sind. An Fördergeldern sind 49 Prozent, höchstens aber 846 000 Euro zugesichert, der Bescheid ist schon erteilt. Somit muss die Gemeinde einen finanziellen Eigenanteil von 854 000 Euro beisteuern.

    Zwei Angebote für Teilabbruch

    Ursprünglich hätte die Schulturnhalle in den Sommerferien saniert werden sollen. Weil aber die eigentliche Baugenehmigung erst nach den Ferien bei der Gemeinde eingetroffen war, "können wir auch erst jetzt mit den Arbeiten beginnen, und das bedeutet, dass ab sofort gearbeitet werden kann", so Bürgermeisterin Rosi Schraud. Während der Sanierung ist der Sportunterricht in die Turnhalle der Mehrzweckhalle Weiße Mühle verlegt. Sämtliche Aufträge gelten sowohl für die Schulturnhalle als auch für die neue Unterkunft der Malteser, weil beides im selben Gebäude ist.

    Für den Teilabbruch und die Entrümpelung hatten zwei Firmen Angebote abgegeben, wovon eines unvollständig war. Den Zuschlag erhielt deshalb die Firma Prötzel aus Bergtheim, die für ihre Arbeit etwas mehr als 146 000 Euro berechnet, das Architekturbüro Shoch 2 hatte 97 000 Euro veranschlagt. "Es sind die Entsorgungskosten, die den Preis hochtreiben", so die Bürgermeisterin. Um die Kosten zu senken, werden die Malteser selbst mitarbeiten, so dass nach Abzug der Eigenleistung nur noch knapp 127 000 Euro zu zahlen wären. Für die Installation der Heizungsanlage sowohl für die Schulturnhalle als auch die Malteser berechnet die Firma MHT Grabfeld fast genau 100 000 Euro. 13 Firmen waren angefragt worden, nur eine hatte ein Angebot eingereicht.

    Lüftungsanlage für 241 000 Euro

    Richtig teuer wird die Lüftungsinstallation. "Es reicht eben nicht mehr aus, zum Lüften Fenster zu öffnen, da muss eine große Anlage mit dicken Röhren verlegt worden", sagte die Bürgermeisterin. Deshalb blieb den Räten auch nichts anders übrig als Angebot über 241 000 Euro der Firma Bischoff aus Lautertal (einziges Gebot bei elf Nachfragen) anzunehmen. "Das ist eine Punktlandung, unsere Architekten haben 245 000 Euro berechnet." Immerhin haben bei der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik drei von vier Firmen geantwortet, den Zuschlag erhält die Firma Kieback & Peter aus Nürnberg für 71 400 Euro (Ansatz: 75 000 Euro). Jetzt sucht die Verwaltung nach einer Firma, die die sanitären Anlagen installiert.

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