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    WÜRZBURG

    Sattelzug auf A3 rammt Pannenfahrzeug

    Ein Sattelzug hat am Dienstagabend einen Kleinlaster, der auf der A 3 wegen einer Panne liegen geblieben war, gerammt und gegen Fahrbahnteiler im Baustellenbereich geschleudert. Durch den Unfall waren die Fahrstreifen in beide Richtungen blockiert, es kam zu stundenlangen Behinderungen. Verletzt wurde niemand, weil sich der Kleinlaster-Fahrer gerade noch retten konnte, so die Polizei in ihrem Bericht.

    Gegen 22.15 Uhr wurde der Polizei ein Pannenfahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen in der Baustelle kurz nach der Anschlussstelle Würzburg-Heidingsfeld in Richtung Nürnberg gemeldet. Wenige Minuten später trafen die Beamten dort ein. Es hatte sich bereits ein Unfall ereignet. 

    Die Polizisten fanden einen Fiat Ducato mit völlig demoliertem Heck - das gemeldete Pannenfahrzeug - und einen im Frontbereich stark beschädigten Sattelzug auf dem linken Fahrstreifen vor. Die Fahrbahntrenner standen in einem großen Bogen bis auf die Gegenfahrbahn. 

    Sprung über die Leitplanke

    Nach den Ermittlungen hatte der 49-jährige Fahrer des Sattelzugs den stehenden Kleinlaster übersehen. Mit Wucht war er auf das Heck des Kastenwagens geprallt und hatte den Transporter nach links geschleudert.

    Dessen 48 Jahre alter Fahrer, der ausgestiegen war, konnte sich nach eigenen Angaben rechtzeitig mit einem Sprung über die Leitplanke in Sicherheit bringen und wurde nicht verletzt. Auch der Sattelzugfahrer kam mit dem Schrecken davon. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

    Beide Fahrtrichtungen gesperrt

    Zur Bergung der Fahrzeuge und während die verschobenen Fahrbahnteiler gerichtet wurden, sperrte die Polizei die jeweils linken Fahrstreifen in beide Fahrtrichtungen. Schwertransporte mit Überbreite, die auf dem gesperrten Fahrstreifen vor der Unfallstelle warten mussten, sorgten für zusätzliche Behinderungen. Bis weit nach Mitternacht kam es dadurch zu kilometerlangen Staus.

    Bei der Überprüfung des ausländischen Führerscheins des 49-jährigen Kraftfahrers stellten die Beamten fest, dass dem Mann seit mehreren Jahren untersagt war, in Deutschland ein Kraftfahrzeug zu führen. Gegen den Mann, der auch in Niederbayern einen Wohnsitz hat, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

    Lukas Will

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