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    Würzburg

    Schauspieler Horwitz: Wut-Brief an OB war nicht "bestellt"

    Schauspieler Dominique Horwitz bei Proben in Würzburg. Foto: Josef Lamber

    Im Würzburger Stadtrat geht es an diesem Donnerstag um die Frage, ob der Vertrag von Mainfranken-Intendant Markus Trabusch über 2021 hinaus verlängert wird oder nicht. Hintergrund ist eine öffentlich gewordene Kritik am Führungsstil des seit 2016 amtierenden Intendanten. 

    In einem wütenden Brief an Oberbürgermeister Christian Schuchardt hatte der Schauspieler Dominique Horwitz seinem Ärger über diese Debatte Luft gemacht und Schuchardt unter anderem vorgeworfen, das Theater zu spalten. Schuchardt hatte daraufhin Horwitz bescheinigt, lediglich mit der Perspektive von außen auf die aktuellen Vorgänge am Theater zu blicken und zudem die Vermutung geäußert, dass es sich bei dem Schreiben an ihn um einen "bestellten Brief" handle. 

    Horwitz: OB hat Brief nicht aufmerksam gelesen

    Das wiederum wies Horwitz am Mittwoch zurück - postwendend sozusagen. "Mein Name ist Dominique Horwitz. Ich bin kein Cappuccino. Mich kann man nicht bestellen." Schuchardt habe den Brief offenbar nicht aufmerksam gelesen, so Horwitz in einer Mitteilung an diese Redaktion.

    "Mein Blick auf den unehrenhaften Umgang mit Intendant Markus Trabusch kann wahrlich kein Blick von außen, sondern im besten Sinn nur ein Blick von innen sein. Durch die Freundschaften, die ich während meiner Arbeit mit Kollegen des Mainfranken Theaters geknüpft habe, bin ich und fühle ich mich informiert, bin ich und fühle ich mich mittendrin." Schuchardt selbst habe "den Blick überflüssigerweise bereits nach außen gerichtet". 

    Horwitz, der auch aus zahlreichen TV-Rollen einem großen Publikum bekannt ist, hatte Anfang dieses Jahres am Mainfranken Theater die Oper "Ariadne auf Naxos" inszeniert.

    • Lesen Sie hier den Brief von Dominique Horwitz in voller Länge:

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