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    Hettstadt

    Schimmelbefall im Kinderhaus Blumenwiese

    Alle Alarmglocken schrillten bei Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (CSU/UBH), als kürzlich ein größerer Schimmelbefall im Keller des Kinderhauses Blumenwiese festgestellt wurde: "Aus der Sorgfaltspflicht heraus, und weil Kleinkinder unter Umständen anfälliger auf Sporen reagieren könnten, wurde der Keller sicherheitshalber sofort komplett gesperrt. Die dort gelagerten Gegenstände verbleiben bis zum vorliegenden Ergebnis eines in Auftrag gegebenen Gutachtens alle in den Kellerräumen." Mit dieser ersten Information hatte sich die Bürgermeisterin schriftlich an die Eltern der betreuten Kinder gewandt.

    Erste Informationen im Elternbrief

    Um ihrer Sorgfaltspflicht Genüge zu tun, machte Rothenbucher in einem Elternbrief an alle Eltern der betreuten Kinder unverzüglich nach Schadensfeststellung auf die möglichen Gefahren durch Schimmelbefall aufmerksam. Demnach kann der Schimmelbefall im Keller gesundheitsgefährdend sein für Allergiker, für ältere und stark immungeschwächte Menschen und Kleinkinder, wenn alle diese genannten Personen sich länger (über Stunden) in den Räumen aufhalten würden.

    Nach Rothenbuchers Überzeugung war dies in der Vergangenheit glücklicherweise jedoch nicht der Fall, da es sich bei den befallenen Räumen ausschließlich um Kellerräume und keine Gruppen- oder Aufenthaltsräume handelt. "Der Keller bleibt dennoch bis auf weiteres geschlossen, um kein unnötiges Risiko einzugehen", so die Bürgermeisterin.

    Keine Keime im Erdgeschoss

    Nach ersten Untersuchungen soll sich der festgestellte Schimmelbefall momentan lediglich auf die Kellerräume des Gebäudes beziehen. Laut der Mitteilung von Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher an die Eltern, konnte eine Belastung von Keimen in der Raumluft im Erdgeschoss oder gar im darüber liegenden Obergeschoss bisher ausgeschlossen werden. Belastbare Aussagen zum weiteren Vorgehen verspricht sich Rothenbucher aus der Auswertung eines unverzüglich in Auftrag gegebenen Gutachtens.

    "Die ausschließlich im Keller registrierten erhöhten Werte werden eine Schimmelsanierung zur Folge haben. Hierfür muss der Kindergartenkeller luftdicht abgeschottet werden. Zuvor werden wir, unter Beauftragung einer Fachfirma, den Keller räumen", kündigt Rothenbucher als weitere Maßnahmen an. Eingelagerte Einrichtungsgegenstände mit Polsterung, Lebensmittel und ein Großteil an Papiermaterialien werden entsorgt.

    Spezielle Reinigung notwendig

    Das komplette Inventar ist mit Soda zu reinigen, oder teilweise mit Staubsauger mit HEPA-Filter abzusaugen. Alle waschbaren Textilien sind bei hohen Temperaturen mit Sodazusatz zu waschen. Nach Abschluss der kompletten Sanierungsmaßnahme wird eine Kontrollmessung erfolgen. Nach Aussage der Bürgermeisterin stehen ein Angebot über die Höhe der anfallenden Sanierungskosten sowie ein zeitlicher Ablaufplan noch aus.

    Das Kinderhaus Blumenwiese ist einer von zwei Kindergärten in Hettstadt. Im Gegensatz zum kirchlich betriebenen Kindergarten St. Sixtus wird das Kinderhaus jedoch von der Gemeinde betrieben. Unterdessen bleibt unklar, was der Auslöser des festgestellten Schimmelbefalls in den Kellerräumen des Kinderhauses Blumenwiese sein könnte.

    Der Kindergarten war im Jahr 2011 generalsaniert worden.  Die Maßnahmen dabei sollen sich lediglich auf die Betreuungsräume, die Ertüchtigung der Rettungswege sowie auf die Umgestaltung der Außenanlage bezogen haben. Auch war im Zuge der Generalsanierung Platz geschaffen worden für zwei Kleinkindgruppen.

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