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    Randersacker

    Schönes Wetter: Dem Hl. Urban sei Dank!

    Der neue St. Urban-Bildstock verdankt seine Existenz der Randersackerer Weinwanderung. Zu Christi Himmelfahrt laden CSU und Weinbauverein wieder ein: Andreas König (von links), Wolfram König, Initiator und CSU-Ehrenvorsitzender, Heiko Lörner, CSU-Ortsvorsitzender, mit Tochter Maria, Weinprinzessin Madeleine Füßl, Otmar Finger, Bernhard König, Vorsitzender Weinbauverein, Bürgermeister Michael Sedelmayer und Peter Schreiner. Foto: Antje Roscoe

    Wäre die Randersackerer Weinwanderung, der früher in der Winzergemeinde traditionelle Bittgang zum Urbanitag, es wäre wohl der größte Bittgang weit und breit. Denn es steht am 30. Mai wieder der Mega-Gang in die Natur und die Weinberge bevor. Der Winzerverein und der CSU-Ortsverband als Veranstalter rechnen seit Jahren mit mindestens 1000 Wanderern selbst bei ungünstiger Witterung. Bei schönem Wetter mit einem Mehrfachen.

    Und schönes Wetter ist eine der Konstanten zur Weinwanderung an Christi Himmelfahrt, genau wie der Zusammenhalt aller Beteiligten seit 1983. Und ordentliche Reinerlöse, mit denen die CSU jeweils besondere Projekte im Ortsbild verwirklicht. Ein moderner Bildstock mit dem Hl. Urban ist es diesmal.

    Der Schutzpatron der Winzer hat seinen Festtag zum Abschluss der Eisheiligen am 25. Mai und bestimmt über Wohl und Wehe des nächsten Jahrgangs: "Ist Sonnenschein am Urbanstag, gedeiht der Wein nach alter Sag", wie eine der alten Weisheiten lautet.

    Für schlechtes Wetter an St. Urban zürnten die Winzer übrigens früher ihrem Schutzpatron und stellten ihn zur Strafe in die nasse Butte, erzählt Wolfram König, Initiator der Weinwanderung. Mag sein, dass der neue Umgangsstil mit dem Hl. Urban seinen Anteil am Winzerglück der Randersackerer hat, denn in die Butte kommt er heute nicht mehr.

    Dafür scheinen die Weinberge und das Großereignis der Randersackerer besondere Güte zu genießen. Wolfram König: "Solange ich es unter mir gehabt habe, hat es nie geregnet. Nur 1986 haben wir die Wanderung ausfallen lassen, wegen der ewigen Anbetung. Und da hat es den ganzen Tag geregnet." Es gibt also reichlich Grund zur Dankbarkeit.

    "Solange ich es unter mir gehabt habe, hat es nie geregnet."
    Wolfram König, Initiator der Weinwanderung

    Entsprechend viele Projekte wurden durch das gute Zusammenspiel von Wetter, Winzern und CSU bereits verwirklicht. CSU-Ortsvorsitzender Heiko Lörner verweist auf die Sonnenstühle am Randersacker Strand, die Sanierung des Brunnens am Flecken und des Torbogens am Kirchplatz. Auch die Schutzhütte am Radweg nach Lindelbach und das Sonnensegel am Place de Vouvray-Spielplatz gingen aus der Weinwanderung hervor.

    Gerade erst aufgestellt wurde der neue Bildstock. Oberhalb der Bergkapelle, auf dem Weg in den Altfränkischen Wengert steht er, zum Dank für alles, was mit der Weinwanderung bereits geschaffen werden konnte, über das gemeinschaftliche Erlebnis des Himmelfahrtstages hinaus. Eingeweiht werden soll der Urban laut Lörner im Herbst.

    Die Route zur Weinwanderung an Christi Himmelfahrt, 30. Mai, umrundet diesmal den Bergrücken zwischen Gerbrunner Grund und dem Jakobsbachtal. Sie verläuft vom Rathaus den Euweg hinauf bis zur Gehrspitze. Über den alten Steinbruchweg geht es einmal um den Marsberg herum und am Fuße des Marsberg bis runter zur Randersackerer Schleuse.

    Vier Stände sind an der sieben Kilometer langen Strecke verteilt für eine ausgiebige Rast und schöne Aussicht. 25 Weine und ein Secco aus den 16 Winzerbetrieben sowie dem Winzerkeller Randersacker sind im Ausschank. Es ist aber auch für alkoholfreie Getränke, kleine Imbisse und Toiletten gesorgt. Einen Empfang gibt es um 11 Uhr am Rathaus mit Weinprinzessin Madeleine Füßl und vielen ihrer Kolleginnen sowie Vertretern der Politik.

    Organisatorisches
    Zum normalen Linienverkehr werden kostenlose Sonderbusse der APG für Hin- und Rückfahrten eingerichtet, zwischen Haltestelle Würzburg-Sanderring (8.50 bis 14 Uhr) und Randersacker Maingasse (15 bis 20.30 Uhr). Der Fahrpreis ist mit der Teilnehmergebühr von 8 Euro abgegolten, die am Startpunkt entrichtet wird. Inklusive ist ein Probierglas und vier Wein-Gutscheine. Beginn und Information von 9 bis16 Uhr im Rathaushof. Ausschankende am Wiesenweg, Nähe Schleuse, ist um 20.30 Uhr. Parkplätze sind auf der Wiese in der Lindelbacher Straße, Nähe Edeka, ausgewiesen. Der Weg ist kinderwagentauglich. Die Weinwanderung ist als Familien- und Naturerlebnis konzipiert. Musikbeschallung und Fremdflaschen sind nicht erwünscht, Bollerwagen nur für Kleinkinder.

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