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    BÜTTHARD

    Schuldenfrei trotz Neubau des Kindergartens

    Beim Neujahrsempfang in Bütthard würdigte Bürgermeister Edwin Gramlich (Zweiter von links) die Verdienste einiger Bürger... Foto: Josef Deppisch

    Den Themen, die Bütthard in 2017 bewegten – der Neubau des Kindergartens, Straßenausbau und Neukonzeption des Schießstandes – widmete Bürgermeister Edwin Gramlich seine Rede am Neujahrsempfang. Dabei bedankte er sich insbesondere beim Gemeinderat, der sich im vergangenen Jahr intensiv mit den verschiedensten gemeindlichen Sachverhalten auseinandersetzte.

    So konnte der Spatenstich für den Kindergarten nach Sondersitzungen ausgeführt werden. „Wobei es sich im Nachhinein als äußerst vorteilhaft erwies, dass die Entscheidung über die Ausführung etwas mehr Zeit in Anspruch nahm“, zitiert eine Pressemitteilung Bürgermeister Gramlich. Denn die Gemeinde dürfe aufgrund eines inzwischen neuen Förderprogramms des Landes mit einem höheren Zuschuss für den Neubau rechnen. Nur knapp die Hälfte der 3 Millionen Euro Baukosten werden noch zu stemmen sein. Das schmälere die Reserven der Gemeinde zwar um rund 500 000 Euro, Bütthard bleibe aber trotzdem schuldenfrei – ein Verdienst des Kämmerers Joachim Neef, sagte Gramlich. Da finanzieller Spielraum vorhanden sei, könne über eine Sporthalle als Ersatz für die alte Schulturnhalle nachgedacht werden.

    Die angedachte Neukonzeption des Schießplatzes der Firma Frankonia Jagd Würzburg zur Ausweitung der Schießzeiten auf 14 Stunden täglich, sieben Tage die Woche, hatte die Gemüter in Bütthard und auch die Köpfe des Bürgermeisters und der Gemeinderäte erhitzt. Gramlich sprach sich vehement gegen dieses Bauvorhaben aus und sagte, dass er bereits rechtlichen Beistand gesucht habe, auch wenn noch kein Bauantrag eingegangen sei.

    Einen Bauantrag brauchten die sechs guten Geister, Martin Schmitt, Richard Zipf, Martin Grieb, Edwin Düchs, Ludwig-Anton Klingert und Anton Schultz, nicht. Sie setzten das zerfallene und einsturzgefährdete Nebengebäude der Marienkapelle in Eigenregie und auch teilweise mit eigenem Geld instand. Dafür dankte ihnen der Bürgermeister persönlich. Ebenso ging sein Dank an Roswitha Schmitt und Anita Grieb, die sich seit vielen Jahren im Frauenbund, beim VDK, im Seniorenclub und überall, wo sie gebraucht werden, engagieren.

    Für 50 Jahre unfallfreies Fahren des Schulbusses zollte er Rosmarie Scheckenbach ein herzliches Vergelt?s Gott. Nicht ans Aufhören denkt auch Robert Düchs, der seit 70 Jahres die Tuba in der Musikkapelle Frankonia Bütthard spielt. Kapellmeister Alfred Kemmer wies darauf hin, dass Düchs der Bau des Musikvereins zu verdanken sei, denn er sorgte als Kassenwart – 50 Jahre hatte er dieses Amt inne – für das zum Bau benötigte Kapital.

    Aus dem Stall von Frankonia Bütthard stammt auch das Savoy Ballroom Orchestra, welches bei der Europameisterschaft der Böhmischen Blasmusik in der höchsten Amateurkategorie unter der Leitung von Stefan Bender den 9. Platz erreichte und schon länger das Aushängeschild Bütthards sei, so Gramlich.

    Mit Johannes Köder und Evi Konrad vereidigte der Bürgermeister zwei neue Feldgeschworene. Die beiden Neuen nehmen die Plätze von Erwin Fuchs und Gustav Rappert, die beide gut 38 Jahre Grenzhüter waren, ein. Ferdinand Wolpert, Dienstältester des Bundes, freute sich, dass mit Evi Konrad die erste Frau in Bütthard in dieses Amt berufen wurde.

    Die Wünsche für ein gutes neues Jahr überbrachte Überraschungsgast Norbert Schmitt, dem in Ochsenfurt bekannten „Nachtwächter“.

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