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    Margetshöchheim

    Schulverband: Brandschutz macht Nachtragshaushalt nötig

    Brandschutz: Gut sichtbar sind die neuen Gerüsttürme an der Verbandsschule in Margetshöchheim. Foto: Herbert Ehehalt

    Eine anstehende umfassende Brandschutzertüchtigung der Verbandsschule hat einen Nachtragshaushalt im Schulverband Margetshöchheim nötig gemacht. In seiner jüngsten Sitzung erteilte die Verbandsversammlung dem vorgelegten, korrigierten Etat einhellig die Zustimmung. Statt einem Haushaltsansatz von 270 000 Euro umfasst der Etat nun 470 000 Euro.

    Wie bereits berichtet, umfasst die Brandschutzertüchtigung der Verbandsschule fünf Maßnahmenschwerpunkte. Zu einem Großteil seien die Maßnahmen sogar schon umgesetzt worden, berichtete Margetshöchheims Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Waldemar Brohm (CSU) der Verbandsversammlung.

    Umfassendes bauliches und technisches Maßnahmepaket

    Das Maßnahmenpaket umfasst unter anderem den Einbau von neun Türen, wodurch im Notfall voneinander getrennte Brandabschnitte gebildet werden können. Bereits installiert wurde eine  vernetzte Brandmeldeanlage mit direkter Verbindung zu der von der Berufsfeuerwehr betriebenen Integrierten Leitstelle (ILS) in Würzburg. Im Anschluss an die Vernetzung der Rauchmelder kann nach Brohms Aussage die Anlage "scharf gemacht" werden.

    Darüber hinaus sind als zweiter Rettungsweg außerhalb des Gebäudes bereits Gerüsttürme angebracht. In diesem Zusammenhang erfolgte auch der Austausch vorhandener Schwingflügelfenstern gegen Drehfenster. Diese sollen im Brandfall den Ausstieg und die Flucht nach außen über die Gerüsttürme erleichtern. Auf dem Außengelände ebenfalls bereits hergestellt wurden Fluchtwege für Schüler und Lehrer, außerdem Angriffswege für Feuerwehr und Rettungsdienste.

    Im Zusammenhang mit den erfolgten Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb dankte Brohm Schülern und Lehrern "für die Kooperation und aktive Unterstützung." Erreicht worden sei damit ein Stadium höchstmöglichen Brandschutzes. Nach den erforderlichen Grundsatzbeschlüssen der Mitgliedsgemeinden Erlabrunn, Leinach, Margetshöchheim und Zell innerhalb des Schulverbandes zur Generalsanierung gelte es, zügig das Vergabeverfahren zur Vorbereitung der Sanierungsplanung anzustoßen. Nach Brohms Aussage steht dieser Beschluss lediglich noch im Gemeinderat in Leinach aus.

    Schulverbandsvorsitzender geht von 18-monatigem Genehmigungsverfahren aus

    Wie Brohm sagte, liegt dem Schulverband eine zunächst auf zwölf Monate begrenzte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Regierung von Unterfranken für den weiteren Schulbetrieb vor. Jedoch geht Brohm von einem 18 Monate dauernden Genehmigungsverfahren für die Generalsanierung aus. Gleichwohl bestehe bis zur Vorlage antragsreifer Unterlagen die Option einer zweimaligen Verlängerung der Unbedenklichkeitsbescheinigung um jeweils zwölf Monate.

    Für das Vergabeverfahren wünscht sich Brohm ein Büro mit "Kompetenz und Herzblut". Nach einer Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die Generalsanierung und die barrierefreie Erweiterung der Verbandsschule auf 18,5 Millionen Euro, zuzüglich 1,5 Millionen für die Sanierung der Schulturnhalle.

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