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    GELCHSHEIM

    Schweineskandal: Desinfektion der Ställe ist abgeschlossen

    Die Reinigung und Desinfektion der Mastschweineställe im Gelchsheimer Ortsteil Osthausen (Lkr. Würzburg) ist abgeschlossen. Die Arbeiten konnte Mitte dieser Woche abgenommen werden, schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die Behörde hatte eine Fachfirma damit beauftragt, die Tierkadaver zu entsorgen. Die Rechnung der Fachfirma in Höhe von rund 195 000 Euro liegt dem Landratsamt Würzburg vor. Die Kosten werden den Betreibern im Anschluss in Rechnung gestellt, so das Landratsamt.

    Laut Auskunft von Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen haben die Ermittlungen zur Todesursache der Tiere derzeit Priorität. „Die Untersuchungen der Tierkadaver und der Belüftung dauern noch an“, sagt Raufeisen auf Anfrage dieser Redaktion. Bis ein Ergebnis vorliege, könnten seiner Einschätzung nach zwischen vier und sechs Wochen vergehen. Wo sich der beschuldigte Landwirt derzeit aufhält, sei der Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Ob der Beschuldigte psychiatrisch begutachtet werden soll, ist derzeit unklar. Dazu könne die Staatsanwaltschaft zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage treffen.

    Ein Landwirt hatte Anfang April den Behörden mitgeteilt, dass in seinem Stall hunderte tote Schweine liegen. Wie die weiteren Ermittlungen von Polizei und Veterinäramt ergaben, handelt es sich um rund 2000 Mastschweine, die vermutlich schon im November vergangenen Jahres verendeten und zwischenzeitlich stark verwest waren.

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