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    RÖTTINGEN

    Schwer zu toppen

    Nicht mehr wegzudenken, die Modenschau. Sie sorgt seit Jahren für ein volles Zelt beim Röttinger Gauvolksfest. Foto: Markhard Brunecker

    Sehr zufrieden zeigte sich kurz vor dem abschließenden Großfeuerwerk Röttingens Bürgermeister Martin Umscheid mit dem Verlauf des 97. Gauvolksfestes. Dazu hatte er auch allen Grund. Sowohl der Volksfestumzug als auch der Zeltgottesdienst und der politische Frühschoppen mit CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer werden nach seiner Meinung schwer zu toppen sein.

    Dies wird in erster Linie auf dem Umzug zutreffen, denn dieser dürfte der am besten besuchte der vergangenen Jahre gewesen sein. Das Motto „Wir feiern Bayern“ ließ den Vereinen viel Spielraum für kreative Ideen, die sie wie gewohnt zur Freude der Gäste hervorragend umsetzten. Bereits am frühen Sonntagvormittag war das etwas verkleinerte Festzelt sehr gut gefüllt, denn viele waren auf den Zelt-Festgottesdienst mit Pfarrer Michael Unger aus Bad Mitterndorf gespannt. Ihm eilt der Ruf für eine moderne, aktuelle und humorvolle Predigt voraus.

    Dieses „Vorurteil“ erfüllte er voll und ganz und stellte dabei fest, dass Jesus genau das Gegenteil eines Populisten war. Den Gottesdienst selbst, den er mit Röttingens Diakon Winfried Langlouis zelebrierte, widmete er dem verstorbenen Röttinger Dekan Michael Etzel, der durch seine jährlichen Besuche in Bad Mitterndorf auch Antriebsmotor der 40-jährigen Städtepartnerschaft war, die am Vortag gefeiert wurde.

    Bei der anschließenden Festrede blieb dann kaum ein Platz unbesetzt, als die Generalsekretärin der CDU ans Rednerpult schritt. Für ein Festzelt ungewöhnlich, es war mucksmäuschenstill und jeder folgte gespannt ihren Worten, die nur durch kräftigen Beifall unterbrochen wurden. Zu ihrer sehr sachlichen Rede, die sie ohne jeden Anflug von Populismus vortrug und quer durch aktuelle Themen der Welt führte, fand sie große Zustimmung.

    Da seit 2017 das Festzelt an den Zeltverleih und Bewirtungsbetrieb Heinrich Traber vergeben ist, kam das diesjährige Resümee von ihm und es war positiv. Nicht zufrieden war er mit dem Freitag, als eine „Hüttengaudi“ auf dem Programm stand, doch diese lasse sehr viel Luft nach oben. Die Gauvolksfestbesucher selbst zeigten sich mit dem neuen Wirt und dessen Angebot ebenfalls recht zufrieden.

    Ein Besuchermagnet im Zelt ist und bleibt die Modenschau. Bereits zum neunten Mal präsentierte Niederle-Groh Mode und Sport aus Igersheim die anstehende Herbstmode, von sportlich über schick, lässig bis elegant. Nicht nur die neueste Mode gab es in diesem Jahr, sondern auch einige neue Models sowohl männlich als auch weiblich. Ebenfalls neu, die Moderation der knapp einstündigen Schau. Erstmals übernahm dies Röttingens Weinprinzessin „Anna I“. Zu Beginn natürlich noch etwas nervös, doch nach dem ersten Durchgang war nichts mehr davon zu spüren und jeder merkte, dass sie sich nicht nur mit Wein gut auskennt und im nächsten Jahr gerne wieder kommen darf. Der krönende Abschluss war, ist und wird auch weiterhin das Großfeuerwerk an der Tauber bleiben.

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