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    Estenfeld

    Schwester Maria Rositha Heim starb im Alter von 84 Jahren

    Die Aufnahmen von Schwester Rositha stammt etwa aus dem Jahre 1980. Foto: Sammlung Jochen Jörg

    Schwester Maria Rositha Heim, langjährige ehemalige Leiterin des Kindergartens St. Michael in Estenfeld, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Von 1958 an diente sie im Orden der "Schwestern der Erlöser Würzburg" den Menschen, insbesondere zwischen September 1980 und August 2002 gemeinsam mit Schwester Vinzencia als Leiterin des Kindergartens.

    Das Wort Jesus "Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich" hat Schwester Rositha ernst genommen und mit Leben gefüllt, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre damaligen Mitarbeiterinnen beschreiben Schwester Rositha durch die Bank als "herzensgut" und "mütterlich", die mit den Kindern auch schon mal Fußball spielte und für jeden, der ihr auch mal nur einen Stuhl eine Treppe runtergetragen hatte, immer eine Tafel Schokolade in der Tasche hatte.

    Heim legte den Grundstein für die Schulkindbetreuung

    Bei aller Liebe und Fürsorge wurde sie auch schon mal streng, doch wirklich böse konnte sie niemandem lange sein. In ihrem Kindergarten führte sie als Erste die "14-Uhr-Gruppe" ein, die zwei Stunden länger geöffnet blieb und sie eröffnete die erste Krippe mit sechs Kindern und legte mit acht Kindern und einer Erzieherin den Grundstein für die Schulkindbetreuung. Der ehemalige Vorsitzende des Kindergartenvereins, Klaus Trautner, bezeichnete sie als "unverwüstlich". Egal wie lang die Vorstandssitzung oder das Sommerfest gedauert hatte, "sie stand am nächsten Morgen um fünf Uhr auf der Matte".

    Trotz Alter und Krankheit half sie in der Klostergemeinschaft

    Neben ihrer Arbeit im Kindergarten pflegte sie auch ihre Mitschwester Vinzencia und war im gesamten Ort für ihre uneigennützige Hilfsbereitschaft und ihre grundlegende Fröhlichkeit beliebt und geschätzt. Als sie für ihren Ruhestand in das Kloster Heidenfeld umzog, war ihre Nachfolgerin schon intensiv eingearbeitet. Weder ihr Alter noch ihre Krankheit hielten die quirlige und stets frohe Schwester davon ab, in der Klostergemeinschaft zu helfen und dort auch für ihre Mitschwestern zu sorgen, wie viele ihrer Besucher aus Estenfeld erlebt hatten. 

    Der Rosenkranz und die Eucharistiefeier finden am Freitag, 18. Oktober, um 13 Uhr in der Klosterkirche Heidenfeld statt, anschließend erfolgt die Beisetzung.

    Bearbeitet von Guido Chuleck

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