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    WALDBRUNN

    Segen für den Waldkindergarten

    Einweihung des Waldbrunner Waldkindergartens: (von links) Hans Fiederling (Bürgermeister und Vorsitzender des Trägervere... Foto: Herbert Ehehalt

    Ungewöhnlich luxuriös ausgestattet ist der Waldkindergarten des St.-Norbertus-Trägervereins mit Garderobe, WC und fließendes Wasser. „Designerklamotten scheinen dennoch eher nicht angebracht zu sein für die kleinen Besucher in freier Natur“, bemerkte Landrat Eberhard Nuß augenzwinkernd bei der Einweihung. Aus der Segensfeier durch Pfarrer Jerzy-Andrzej Jelonek machten Trägerverein, die Kindergartenleitung und nicht zuletzt die Kinder mit ihren Angehörigen ein Fest im idyllischen Buchenwald.

    „Betreuungsplätze für Kinder sind derzeit zwar dünn gesät. Jedoch handelt es sich beim Waldkindergarten weder um eine Notlösung noch um Ersatz für nicht vorhandene Plätze.“ Darauf aufmerksam machte Bürgermeister Hans Fiederling (UBG), der gleichzeitig als ehrenamtlicher Vorsitzender des Trägervereins fungiert.

    Nach den Gemeinden Reichenberg, Höchberg und Rimpar handelt es sich beim Waldkindergarten in Waldbrunn um die vierte derartige Einrichtung im Landkreis. Dennoch unterscheiden ihn einige Besonderheiten von den bereits bestehenden vergleichbaren Betreuungseinrichtungen. Mit seiner besonderen Ausstattung befindet sich der Waldkindergarten im Staatswald außerhalb des gemeindeeigenen Territoriums. Für die Überlassung des Waldbereiches dankte Vorsitzender Hans Fiederling deshalb dem zuständigen Leiter des Forstbetriebs Arnstein, Christoph Riegert. Bei der Einweihung des Waldkindergartens erachtete Riegert „das Erleben der Natur als wichtig für die kindliche Entwicklung.“ Gleichzeitig kündigte der Forstbetriebsleiter weitere Ideen zum Naturerlebnis an und sicherte auch Unterstützung zu bei der Umsetzung.

    „Kinder schlagen hier Wurzeln, um für die Stürme des Lebens gewappnet zu sein“, stellte Jasmin Endreß als Vertreterin der Fachberatung für katholische Kindertageseinrichtungen der Caritas im Landkreis Würzburg fest. Zur finanziellen Unterstützung des Projektes überreichte Endreß einen Scheck über 300 Euro an den Trägerverein. Für die Kindergartenleitung warben Maria Fröhling und Julia Wirth um Zuspruch der Eltern, ihrem Nachwuchs „Kindheit zu gönnen ohne Geräuschkulisse, nahe an den Jahreszeiten beim Abenteuerspiel.“

    Für eine hervorragende Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Projekts „Waldkindergarten“ innerhalb des St.-Norbertus-Kindergartens richtete Vorsitzender Hans Fiederling seinen Dank an Ursula Bördlein von der Kindergartenfachaufsicht Amt für Jugend und Familie am Landratsamt Würzburg. Neben dem Waldkindergarten für eine Gruppe verfügt der vom Trägerverein St.-Norbertus betriebene Kindergarten über weitere vier Regelgruppen, eine Übergangsgruppe und drei Krippengruppen. Einzig im Waldkindergarten sind aktuell noch Betreuungskapazitäten frei. „Bei Bedarf können diese auch von auswärtigen Kindern genutzt werden“, stellte Fiederling fest.

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