• aktualisiert:

    Waldbüttelbrunn

    Seit 30 Jahren Schönes nicht nur für die Adventszeit

    In der Alten Kirche stellen die Waldbüttelbrunner Hobbykünstler seit vielen Jahren aus. Der Zulauf ist ungebrochen. Foto: Matthias Ernst

    Vor dreißig Jahren, 1988, fand zum ersten Mal die Hobbykünstlerausstellung in der Alten Kirche in Waldbüttelbrunn statt. Damals, so erinnert sich Birgit Salzmann, hatte man nur für eine einzige Veranstaltung geplant. Sie und Uli Mais wollten damals mit ihren Erzeugnissen an die Öffentlichkeit gehen und ihre Werke präsentieren. In Gisela Schwarz, die damals noch die Bücherei leitete, hatte man schnell eine tatkräftige Mitstreiterin gefunden.

    Die drei sind heute noch mit dabei. Zur ersten Ausstellung waren insgesamt 17 Hobbykünstler gekommen, in all den Jahren bis heute sind es 520 insgesamt. Viele sind seit Jahren dabei, andere kommen in wechselnden Jahren immer wieder mal dazu. Das Konzept mit den drei Tagen am Wochenende vor dem 1. Advent hat sich von Anfang an bewährt. Und ganz groß ist die Kuchenbar mit selbstgebackenen Kuchen und Torten. Dank der Unterstützung von Familienangehörigen und Freunden ist dies der Anziehungspunkt neben den künstlerischen Werken der Aussteller.

    In diesem Jahr sind es wieder 18 Hobbykünstler gewesen, die von Metallarbeiten über Keramik bis hin zu Strickwaren oder Filz ihre Waren feilboten. "Uns ist die gute Stimmung wichtiger als der Verkaufserlös", beschreibt Mais den langen Erfolg der Veranstaltung und spricht dabei für alle Aussteller. Salzmann lobt auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, die immer hinter dem Projekt gestanden hat und es bis heute fördert. Das sei nicht selbstverständlich und verdiene Anerkennung, finden beide.

    Aber die Hobbykünstler stellen nicht nur ihre Werke aus, sie spenden auch den Erlös der Kuchenbar an soziale Einrichtungen. In den ersten acht Jahren ging der Erlös an die Aktion Patenkind der Main-Post, danach blieb das gespendete Geld im Dorf. Aus dem Kreis der Hobbykünstler kam die Idee zur Gründung des "Waldbüttelbrunner Hilfsfonds". Hierhin und an die AWO-Kinder-Nachmittagsbetreuung wird nun das Geld aus dem Kuchenverkauf gespendet. In den Jahren kam so eine Summe von 5630 Euro zusammen, die zu gleichen Teilen an die beiden Organisationen gespendet wurde.

    Die Veranstaltung ist jung geblieben, das merkt man auch beim Eröffnungsabend, zu dem neben einer Eröffnungsrede auch immer eine musikalische Überraschung gehört. In diesem Jahr war es ein Panflöten-Spieler, der die Gäste begeisterte, man hatte aber auch schon Samba-Gruppen oder auch ein Kammerorchester dabei, eben genauso vielfältig, wie die Künstler, die ausstellen.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!