• aktualisiert:

    Rimpar

    Situation im Rimparer Seniorenzentrum bleibt kompliziert

    Mit dem Mehrgenerationenhaus geht es nicht voran. Woran das liegt, darüber gehen die Meinungen nach wie vor auseinander.

    Die Situation um das Seniorenzentrum in der Brunnenstraße stellt sich vertrackt dar: Das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg (KU) hat auf die Kritik der Gemeinde Rimpar reagiert und betont, dass Änderungen in den gesetzlichen Vorgaben dem KU keinen Ausweg ließen, als die 15 Plätze der stationären Pflege zu schließen. Dafür entsteht eine "ambulant betreute Wohngemeinschaft".

    Die Notwendigkeit werde auch von den Eigentümern im betreuten Wohnen so gesehen, stellt Geschäftsführer Alexander Schraml in einer Mitteilung fest. Die Schwierigkeiten seien vielmehr eine Folge der Verzögerungen bei den Bauarbeiten der Marktgemeinde Rimpar. "Das KU hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir zügig starten können", stellt er fest.

    Gemeinde möchte Tagespflege im Ort erhalten

    Bürgermeister Burkard Losert bestätigt, dass die Eigentümer auch die Gemeinde kritisieren, die ihre Zustimmung für die vom KU geplanten Änderungen verweigert und damit den Umbau des Seniorenzentrums blockiert. Eine Zustimmung hätte jedoch zur Folge, erklärt Losert, dass die im Erdgeschoss untergebrachte, 25 Plätze umfassende Tagespflege St. Gregor weichen müsste. Diese möchte die Gemeinde jedoch unbedingt im Ort erhalten. Ein Umzug der Senioren in die Alte Knabenschule sei weder wirtschaftlich noch menschlich vertretbar, wiederholt er seine Kritik.

    Unterschiedliche Meinungen gibt es zu der Frage, ob es das KU war oder die Gemeinde, die das ehemals vorhandene "Drei-Sparten-Modell" aufgegeben hat. Auch inwiefern das KU von einem von der Gemeinde vergünstigt angebotenen Grundstück profitiert haben soll, bleibt strittig. Das hatte der langjährige SPD-Gemeinderat Harald Schmid gesagt. Schraml verweist dagegen darauf, dass das KU die Wohnanlage von einem privaten Investor zu "marktüblichen Preisen" übernommen habe. Losert sagt, dass das Grundstück einer Zweckbindung für Seniorenwohnen unterliege. Die Gemeinde habe es so um das Jahr 2000 für 100 000 Euro – auch damals schon ein Schnäppchen - an einen privaten Investor veräußert. Die Verpflichtung gelte weiterhin.

    Die Verhandlungen laufen

    Der Neubau des Mehrgenerationenhauses in der Austraße habe sich verzögert, bestätigt Losert. Vom Wasserwirtschaftsamt habe es kürzlich grünes Licht gegeben und die Gemeinde sei dabei, die für den Eingriff in das Überschwemmungsgebiet vorgeschriebenen Ausgleichsflächen bereitzustellen. Hierfür sei es nötig, am Oberlauf der Pleichach Flächen zu tauschen und die Grundstücksgrenzen anzupassen. Die Baugenehmigung werde in dem Moment rechtswirksam, wenn die Flächen geschaffen sind. Die Ausführung des Baus solle ein Investor übernehmen, so Losert weiter. Hierfür liefen die Verhandlungen. Wann jedoch der Vertrag genau geschlossen werden könne, sei unklar: "Das kann Wochen, aber auch Monate dauern. Ist dies so weit, dann wird gebaut."

    Drei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Würzburg-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!