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    GAUKÖNIGSHOFEN

    So ein Zirkus in der Grundschule

    Volle Konzentration: Auf den großen Bällen traten die Kinder wie echte Profis auf. Foto: Hannelore Grimm

    Einmal ein Artist sein, einmal auf einer Bühne im Rampenlicht stehen und von den Zuschauern bejubelt werden. Dieser Traum erfüllte sich für etwa 130 Kinder mit dem Zirkusprojekt pompitz das zum zweiten Mal an der Grundschule Sonderhofen gastierte.

    Das vor rund 15 Jahren von Andreas Dorna als „Pom“ der Clown und dem Zauberer Markus Pitz in Unna gegründete pädagogische Zirkusprojekt, hat sich darauf spezialisiert, kleine Artisten zu schulen. Der Spaß am Zirkus kann nach den Worten von Schulleiter Alois Klüpfel nur gelingen, wenn Lehrkräfte, der Elternbeirat, zahlreiche Helfer und nicht zuletzt eine Vielzahl von Sponsoren das einige tausend Euro teure Projekt unterstützen.

    Artistenunterricht

    Vor den zwei Vorstellungen, bei denen die Kinder Hunderte von kleinen und großen Zuschauern, darunter Gaukönigshofens Bürgermeister Bernhard Rhein und dessen Amtskollegen Heribert Neckermann (Sonderhofen) restlos begeisterten, stand für die Mädchen und Buben Artistenunterricht auf dem Stundenplan. Für die sieben Zirkusprofis, die während der Unterrichtsstunden tatkräftig von den Eltern unterstützt wurden, verfolgen bei ihrer Arbeit das Konzept das Gemeinschaftsgefühl wie auch besonders das Selbstwertgefühl ansonsten schüchterner Kinder zu stärken.

    Was die kleinen Artisten auf der Bühne, die mit der farbenfrohen Dekoration die Manege ersetzt, dann zeigten, das war wahrlich eine Superschau. Die Zuschauer die für rund zwei Stunden in die bezaubernde Welt des Zirkus eintauchten, bewunderten das Können der Bodenakrobaten ebenso wie den Auftritt der stärksten Clowns der Welt ebenso wie sie sich von den Zauberern verzaubern ließen.

    Der riesige Beifall galt den Flower-Power Hippies, die mit Ringen, Bällen und Tellern jonglierten wie auch der putzigen Putzkolonne und den magischen Köchen.

    Entzückende Kostüme

    Die Kinder, die in ihren entzückenden Kostümen viel Farbe in das bunte Getümmel brachten, zeigten auch beim Balancieren auf den großen Bällen ebenso viel Konzentration wie die „Sträflinge“ und die „Polizisten“, die ihre Kunst auf dem Drahtseil zeigten.

    Mit Vergnügen verfolgten die Zuschauer den Auftritt der drei putzigen Clowns, die behaupteten „Ich bin der richtige Direktor“ und des kleinen Gärtners und des Rockers mit dem grünen Daumen, ehe Klein und Groß bei der Vorstellung der Fakire fast den Atem anhielten. Wieviel Mut es kostet, sich auf ein echtes Nagelbrett zu legen und zu setzen oder über Glasscherben zu laufen, das wissen nur die kleinen Akteure, die diese Kunststücke vorgeführt haben.

    Nach der bezaubernden Tanzdarbietung von der pompitz-Mitarbeiterin Jolinda Sonnenschein und der spektakulären Lichtschau, mit der die „Zirkusleute“ die Besucher überraschten, endete das Projekt. Und das zeigte auf besondere Weise, dass „Schule mehr ist als nur rechnen, schreiben und lesen.

    Bearbeitet von Hannelore Grimm

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