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    WÜRZBURG

    Söders Liebeserklärung an Würzburg und das Mozartfest

    Begeistert vom Mozartfest und von Würzburg: Ministerpräsident Markus Söder beim Staatsempfang im Hofgarten der Residenz. Foto: Daniel Peter

    Der Staatsempfang zum Höhepunkt des Würzburger Mozartfestes hat Tradition. Am Samstag hatte im Hofgarten der Residenz Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seinen ersten Auftritt. Eine Stunde lang durften die geladenen Ehrengäste auf sein Erscheinen warten, denn schließlich steht der Ministerpräsident in der historischen Folge der Fürstbischöfe, die ihr Fußvolk auch gerne warten ließen, wie unter den Gästen gespöttelt wurde.

    Humorvolle Festrede begeisterte die vielen Ehrengäste

    In einer humorvollen Festrede begrüßte Söder dann namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, den Kirchen, Vereinen, der Kultur und Unternehmen der Region, allen voran seinen Vorgänger Günter Beckstein, dem er versprach, länger als er im Amt bleiben zu wollen. Unter den Ehrengästen waren der neue Bischof von Würzburg, Franz Jung, und dessen Vorgänger Friedhelm Hofmann, die evangelische Dekanin Edda Weise und der Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Gekommen war natürlich auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt und beide Stellvertreter.

    Das Mozartfest gehört zu den schönsten Musikveranstaltungen in Bayern

    Dann schwärmte Söder in einer „Liebeserklärung“ von der Schönheit Würzburgs und seiner Kultur. Er sei ein echter Fan von Würzburg, und wenn er es entscheiden könnte, wäre Würzburg seine erste Wahl, schwärmte der Nürnberger. Es gebe wenige Städte in Bayern, in denen Kunst und Kultur so präsent sind wie in Würzburg. Das Mozartfest gehöre dabei zu den schönsten Musikfesten in Bayern und zeige, dass es auch außerhalb von München hervorragende Musikveranstaltungen gebe.

    Mozartfest soll besser gefördert werden

    Der Staatsempfang sei ihm deswegen nicht Pflicht, sondern ein wirklich schöner Termin. Söder verglich Mozart mit Wagner und stellte fest, dass er sich mit Mozarts Musik leichter tue, weil sie nicht so lange dauert und leichter sei. Dann griff der Ministerpräsident symbolisch tief in die Hosentasche und versprach, die finanzielle Förderung des Mozartfestes deutlich anzuheben, wie er sich überhaupt dafür engagieren wolle, die Weiterentwicklung Würzburgs zu einem führenden Zentrum für Bildung und Kultur voranzubringen. Kurz ging Markus Söder auf den aktuellen Streit zwischen CSU und CDU in der Flüchtlingsdebatte ein. Ohne konkret zu werden, kündigte er an, „unseren Weg fortsetzen“. „Wir sind großzügig, barmherzig, aber wir müssen auch handlungsfähig bleiben“, meinte Söder und dass die CSU entschlossen sei, das umzusetzen, was sie gesagt habe.

    Weit harmonischer war dann das musikalische Finale des Abends mit dem La Cetra Barockorchester Basel unter Leitung des italienischen Dirigenten Andrea Marcon, begleitet von der französischen Sopranistin Patricia Petibon.

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