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    KIST

    Solides Zahlenwerk

    Einige Wochen früher als in den vergangenen Jahren beschloss der Kister Gemeinderat die Haushaltssatzung für das Jahr 2018. Es mache sich bemerkbar, dass Kämmerer Gerhard Bauer sein Amt schon längere Zeit kontinuierlich ausübt, wie es die überörtliche Rechnungsprüfung lobend erwähnte.

    Nach den Rekorden der vergangenen Jahre, was die Höhe des Haushalts angeht, liegt der diesjährige Ansatz 13,69 Prozent unter dem des Jahres 2017. Man plane nur noch mit einer Gesamtsumme von 7 792 500 Euro (2017: 9 029 603 Euro). Hiervon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 4 630 489 Euro (4 474 038 Euro) und auf den Vermögenshaushalt 3 162 216 Euro (4 555 565 Euro). Haupteinnahmequelle der Gemeinde ist weiterhin der Anteil an der Einkommenssteuer.

    Dort plant man 2018 mit 1,57 Millionen Euro. Dagegen hat die Gewerbesteuer keine große Bedeutung im Haushalt der Gemeinde. Man plane zwar mit einer gewissen Mehreinnahme von 30 000 Euro auf 250 000 Euro, doch sei diese Summe zu vernachlässigen. Steigen werde hingegen die Schlüsselzuweisung des Staates an die Gemeinde auf dann 745 000 Euro (2017: 626 448 Euro), die Umlagekraft der Gemeinde ist hingegen gefallen von 663,91 Euro in 2017 auf 478,78 Euro 2018. Sinken wird auch der Betrag der Kreisumlage und zwar um 60 000 Euro. Trotzdem bleibt immer noch eine Zahlung von 810 000 Euro im Haushaltsansatz bestehen.

    Unverändert bleiben die Hebesätze für die Grundsteuer A und B, sowie für die Gewerbesteuer, jeweils bei 330 von Hundert. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt ist mit 917 042 Euro (22,6 Prozent) geplant und liegt damit weit über der gesetzlich vorgeschrieben Mindestzuführung. Die Restschulden werden ordentlich getilgt, sodass am Jahresende eine Restschuld von 96 000 Euro verbleibt, die in den kommenden zwölf Jahren getilgt wird. Damit ist Kist praktisch schuldenfrei, zumal voraussichtlich 224 000 Euro zur allgemeinen Rücklage hinzugefügt werden können. Sie wird am Jahresende voraussichtlich bei 1,772 Millionen Euro liegen.

    Dabei sind in Kist in diesem Jahr viele Investitionen geplant. Allein für das städtebauliche nachhaltige Entwicklungskonzept (Insek) sind 400 000 Euro vorgesehen, für die Sanierung der Straßen im Gemeindegebiet über eine Million Euro. Martin Ertl (SPD), Vorsitzender des Finanz- und Rechnungsprüfungsausschusses, stellte fest, dass „alles was man vorhat, finanzierbar sein sollte“. Er lobte die gute Arbeit in den vergangenen Jahren, in denen man „gut und wirtschaftlich gearbeitet“ habe. Dem schloss sich Bürgermeister Faulhaber an und dankte explizit seiner Verwaltung, die die Hauptarbeit bei der Umsetzung der vom Gemeinderat beschlossenen Haushaltssatzung zu leisten hat.

    Der Gemeinderat beschloss die Haushaltssatzung 2018 und die Finanzplanung für die nächsten fünf Jahre einstimmig.

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