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    Eisingen

    Spatenstich für das neue Dorfzentrum in Eisingen

    Verwaltungsleiterin Architektin Jutta Graf, Bürgermeisterin Ursula Engert, Ingenieur Thomas Wedel (Sicherheitskoordinator), Bauleiter Steffen Reckermann und Firmenchef Christoph Blank. Foto: Matthias Ernst

    Mit dem gemeinsamen Spatenstich wurde der Bau des neuen Dorfzentrums in der Eisinger Ortsmitte gestartet. Im Erdgeschoss entstehen eine Bibliothek, eine Krabbelstube und ein Multifunktionsraum der Gemeinde. Es soll ein Haus der Begegnung werden, das Jung und Alt gleichermaßen nutzen können – so das Konzept des geplanten Dorfzentrums, so Bürgermeisterin Ursula Engert.

    2,9 Millionen Euro investiert die Gemeinde und erhält für den öffentlichen Teil des Gebäudes eine Förderung von 275 000 Euro. Die Flächen im Obergeschoss werden an den örtlichen Hausarzt vermietet und für eine Physiotherapiepraxis genutzt. "Es werden moderne barrierefrei erreichbare Praxisräume geschaffen. Damit leistet die Gemeinde ihren Beitrag zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung".

    Vorschläge der Bürger eingearbeitet

    Bei der Planung des Dorfzentrums brachte Architektin Jutta Graf die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung ein. In mehreren Workshops war ermittelt worden, welche Nutzungen die Bürger und Bürgerinnen in der Ortsmitte wünschen und welche Anforderungen gestellt werden.

    Bürgermeisterin Ursula Engert ist froh, dass es mit dem Bau des neuen Dorfzentrums nun endlich losgeht. Es waren viele Hürden zu überwinden. Bei den Haushaltsberatungen der Vorjahre wollten manche Gemeinderäte noch eine Verschiebung des Projekts und der Finanzierung anderer Baumaßnahmen den Vorzug geben, so Engert.

    Eine Verzögerung ergab sich außerdem, bis die Zustimmung der Regierung von Unterfranken zum Baubeginn erteilt wurde. Denn die Maßnahme wird aus Mitteln der Städtebauförderung bezuschusst und auch wenn der Gemeinde bereits im Dezember 2017 die Baugenehmigung erteilt wurde, durfte vor einer Mittelbewilligung nicht gestartet werden.

    Fachplaner mussten pausieren

    Bedingt durch die langwierige Regierungsbildung 2017 dauerte es erheblich länger, bis Zusagen an die Kommunen bei diesem Bund-Länder-Programm erfolgen konnten. Das bedeutete, dass auch die Fachplaner ihre Arbeit nicht fortsetzen konnten.

    So konnte im letzten Jahr lediglich der Abriss des Bestands-Gebäudes auf dem Gelände realisiert werden. Im April rückten die Bagger an und beseitigten das alte Anwesen – ein Haus mit Scheune und Stall. Im Juni 2018 gab auch die Regierung von Unterfranken endlich "grünes Licht", sodass bis Jahresende dem Gemeinderat die Werkplanung vorgestellt werden konnte.

    Bürgermeisterin Engert hofft nun, dass die Bauarbeiten zügig vorangehen. "Wenn unser Dorfzentrum fertig ist, möchten wir es im nächsten Jahr mit einer Neuauflage des Backhäuslefests gebührend feiern".

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