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    Kürnach

    Städtebauförderung: Mehr als „Facelifting“ in Kürnach

    Regierungsvizepräsident Jochen Lange zeigte sich beim Dorfrundgang beeindruckt von dem durch die Städtebauförderung veränderten Dorfkern. Foto: Matthias Demel

    Bereits seit fünf Jahren gibt es den Tag der Städtebauförderung in Deutschland. Dabei soll der Bevölkerung vor Ort sehen, was die Programme der Städtebauförderung seit 1971 zur Stadtentwicklung beitragen. Diesen Tag nutzte die Gemeinde Kürnach laut einer Pressemitteilung, um die verschiedenen Städtebauförderungsprojekte vorzustellen und die Auswirkungen und die Erfolge zu dokumentieren.

    In diesem Jahr gab es auch einen Rückblick auf 20 Jahre Städtebauförderung in Kürnach. Denn im Jahr 1999 begannen die vorbereitenden Untersuchungen im Altort von Kürnach. Mit der Sanierung des Kirchbergs wurde dann eine vorgezogene Sanierungsmaßnahme gestartet. Ab da wurde Schlag auf Schlag in den Altort der Gemeinde Kürnach investiert.

    So wurde 2004 das Alte Rathaus vor dem Verfall gerettet und eine Sparkassenfiliale sowie ein Kultur- und Veranstaltungssaal geschaffen. 2008 wurde das ehemalige Schwesternhaus am Kirchberg barrierefrei zum „Haus der Vereine“ mit Begegnungszentrum umgebaut. In diesem Haus haben verschiedene Vereine ihre Heimat gefunden und um das Gebäude neben der Pfarrkirche St. Michael und das Pfarrzentrum sind zahlreiche Veranstaltungen wie etwa der Weihnachtsmarkt entstanden.

    Neuer Wohnraum im Dreiseithof

    Mit Unterstützung der Städtebauförderung  wurden in Kürnach viele weitere Maßnahmen umgesetzt: Der Kirchberg hat nun eine nördliche Zufahrt und Parkraum, das Rathaus wurde erweitert, ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept wurde erstellt, die Dorfmitte umgestaltet, das Gasthaus Stern revitalisiert, eine Parkscheune in der Brückentorstraße errichtet und der Ort wurde beschildert.

    Bei der Jubiläumsveranstaltung zeigten sich Architekt Felix Tannenberg und Bürgermeister Thomas Eberth erfreut über den Umbauzustand der Sanierung des fränkischen Dreiseithofes in der Pleichfelder Straße. Dort entsteht Wohnraum, die städtebaulichen Strukturen werden erhalten und für den Verein Kürnacher Geschichte(n) wird ein Domizil hergerichtet.

    In dem fränkischen Dreiseithof, der seit Jahren leer steht, wird derzeit neuer Wohnraum geschaffen. Foto: Matthias Demel

    Beim offiziellen Festakt lobte Regierungsvizepräsident Jochen Lange die Tatkraft und das Umsetzungsvermögen der Gemeinde. „Die konsequente Durchführung von Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung in Kürnach ist vorbildlich in ganz Bayern“, so Lange. Auch Bürgermeister Eberth lobte den Mut des Gemeinderates in den vergangenen 20 Jahren. „Kürnach hat im Altort mehr getan als bloßes ,Facelifting'. Neue Funktionalitäten, Aufenthaltsqualität und Schönheit wurden mit verschiedenen Angeboten ergänzt“, so Eberth.

    Bei einem Dorfrundgang zeigte er anhand von Bildern, die vor den Sanierungen aufgenommen wurden, wie Kürnach ohne Städtebauförderung aussehen würde. Die zahlreichen Gäste zeigten sich laut Pressemitteilung beeindruckt, welche Veränderungen die Städtebauförderung in den Ortskern von Kürnach gebracht hat. „Wir haben die Probleme des landwirtschaftlichen Funktionsverlustes und der wenig vorhandenen Gebäude genutzt, um den Altort zu einem Identifikationspunkt für die Bürger zu machen“, so Eberth.

    Bearbeitet von Carolin Schulte

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