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    TAUBERRETTERSHEIM

    Standpunkt Landschaft darf nicht zersiedelt werden

    Eines dürfte klar sein. Entscheidet sich der Würzburger Kreistag dafür, die Flächen am Tauberrettersheimer Karlsbergweg nicht mehr unter Landschaftsschutz zu stellen, öffnet er der Gemeinde Tür und Tor für die Erschließung eines neuen Baugebietes: außerhalb des Dorfes, mitten in der Natur, mit herrlichem Blick aufs Taubertal. Wer will hier nicht residieren? Nutznießer der Entscheidung wären die Gemeinde und der Bürgermeister. Sie besitzen hier Grundstücke. Dass sich der Tauberrettersheimer Gemeinderat, der als einziger im Landkreis Würzburg noch über eine offene Liste gewählt wird – voll und ganz hinter den Bürgermeister stellt, ist nicht überraschend.

    Die Kreisräte müssen sich bei ihrer Entscheidung aber bedenken, dass sie – sollten sie gegen den Antrag der Grünen entscheiden – eine weitere Zersiedelung des dörflichen Gebietes zulassen. Das Baugesetzbuch will aber genau das verhindern und hat für die Bebauung im Außenbereich hohe Hürden gesetzt. Das Landratsamt hat sich bereits darüber hinweg gesetzt, als es den Bau der Villa und des Pferdestalls zuließ. Das sollte der Behörde und den Kreisräten bewusst sein. Und dabei spielt keine Rolle, dass ein Grundstücksbesitzer bereits mit rechtlichen Schritten droht.

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