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    Veitshöchheim

    Starke Schäden: Über 200 Bäume in Veitshöchheim betroffen

    Zu trocken, krank oder nicht mehr standfest – bei der Baumbeschau in Veitshöchheim wurden bei vielen Bäumen starke Schäden festgestellt. Was passiert nun mit dem Grün?
    15 000 Quadratmeter groß ist die Fläche des Waldfriedhofes in Veitshöchheim: Hier müssen wegen Dürreschäden 100 Buchen, 60 Kiefern und 50 Eichen gefällt werden, die nicht mehr standsicher sind. Foto: Dieter Gürz

    Wenig erfreuliche Nachrichten hatte Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz in der letzten Sitzung des Hauptausschusses beim Tagesordnungspunkt "Ergebnis der Baumbeschau" zu vermelden: bei diesem jährlich stattfindenden Termin der Gemeinde wurden bei einer Vielzahl gemeindeeigener Bäume starke Trockenschäden, Krankheitsbefall oder Standfestigkeitsprobleme festgestellt.

    Begutachtung durch Kommission

    Insgesamt waren es acht Standorte, an denen der gemeindliche Gärtnermeister Sebastian Heller bei einer Überprüfung im Herbst "kritische Bäume" aufgelistet hatte. Diese wurden von einer Kommission am 13. Januar nochmals begutachtet und das weitere Vorgehen festgelegt. Teilnehmer waren neben Bürgermeister Jürgen Götz, Hans Bätz und Manfred Fischer vom Bund Naturschutz, die Gärtnermeister Sebastian Heller und Andreas Altenhöfer sowie Bauhofleiter Rudolf Köhler.

    Wie der Bürgermeister in der Sitzung erläuterte, habe bei jeder Station der Erhalt der Bäume im Vordergrund gestanden. Manchmal sei jedoch eine Beseitigung aus Sicherheitsgründen unabdingbar. Wenn eine Fällung durchgeführt werden muss, wurde auch sofort wieder über eine Ersatzpflanzung nachgedacht.

    Bauhof beginnt mit den Arbeiten

    Das vom Bürgermeister verlesene Protokoll über die Baumbeschau nahm das Gremium  ohne Einwendungen zur Kenntnis. Der Ausschuss beauftragte den Bauhof, die erforderlichen Fäll- und Rückschnittmaßnahmen spätestens bis Ende Februar durchzuführen.

    Der Bürgermeister bittet daher Spaziergänger und Passanten aufgestellte Absperrungen zu beachten. Dies betrifft vor allem die Wiese zwischen Steg und Kläranlage, die Mainlände auf Höhe des Biergartens und in besonderem Maße den Waldfriedhof.

    Über 200 Bäume im Waldfriedhof betroffen

    Die heißen Sommer der letzten Jahre haben zu erheblichen Schäden an den Bäumen im insgesamt 50 000 Quadratmeter großen Waldfriedhof geführt. Hier müssen nach den Feststellungen der Kommission 210 Bäume, davon 100 Buchen, 60 Kiefern und 50 Eichen entfernt werden. Die gefällten Bäume sollen jedoch als Totholz für die Insekten liegenbleiben.

    In der Mainlände stehen zwischen der Oberen Maingasse und dem Steg viele Birken, die in der Vitalität und Standsicherheit gestört sind, besonders wenn sie von Spechten bewohnt sind. Als erstes werden drei Pflanzflächen umgestaltet und die darauf befindlichen Birken wie bei zwei bereits umgestalteten Flächen entfernt.

    Handlungsbedarf besteht auch bei vielen Weiden auf den Grünflächen entlang des Mainuferwegs zwischen Steg und Kläranlage. Hier sollen drei von Pilzkörpern befallene Weiden  zu Kopfweiden zurückgeschnitten werden. Auch weiter mainabwärts sind bis zur Kläranlage noch weitere Einkürzungen an verschiedenen Bäumen vorzunehmen, besonders bei der markanten Pappel.

    Ersatzpflanzungen sind geplant

    Ein Sturm im März 2019 hat dazu geführt, dass die Robinie auf dem Spielplatz Sudetenstraße senkrecht aufgerissen ist. Durch den Einbau einer Kronensicherung konnte zwar eine sofortige Fällung vermieden werden. Da sich der Riss aber mittlerweile vergrößert, muss die Robinie nun doch gefällt werden. Als Ersatz sollen mehrere Großsträucher gepflanzt werden.

    An der Straße "Am Schenkenfeld" stehen im Steigungsbereich mehrere Platanen. Das Wurzelwerk hat mittlerweile zu extrem starken Hebungen und Senkungen bei den Bordsteinen sowie der Straßen- und Gehwegflächen geführt. Hier empfiehlt die Kommission zu gegebener Zeit über ein Gesamtkonzept nachzudenken: Bäume fällen, Bordsteine richten, Straße und Gehwege neu asphaltieren. Foto: Dieter Gürz

    In einem sehr schlechten Zustand ist auch die Esche am Parkplatz zwischen Bücherei und Sozialstation. Entsprechend der Empfehlung der Kommission werden hier alle Äste entfernt und nur der Stamm als Spechtbaum stehen gelassen. Dafür wird nun auf der Grünfläche eine Bergulme sowie eine Ziereiche gepflanzt, da auch die Kiefer daneben in den nächsten Jahren beseitigt werden muss.

    Ersatzlos beseitigt werden sollen der in seiner Vitalität stark eingeschränkte Ahornbaum an der Nordseite der Eichendorffschule am Rande des Pausenhofes und auch aufgrund zahlreicher Fäulnisstellen eine nicht mehr standsichere Birke neben der Haltestelle am Buswendeplatz in der Dürerstraße. Das Wurzelwerk mehrerer Platanen in der Straße "Am Schenkenfeld" hat mittlerweile zu extrem starken Hebungen und Senkungen bei Bordsteinen, Straßen- und Gehwegflächen geführt. Hier empfiehlt die Kommission zu gegebener Zeit: Bäume fällen, Bordsteine richten sowie Straße und Gehwege neu asphaltieren.

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