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    Zell

    Startschuss für die Übergangs-Kita

    Viele Kinder auf den Wartelisten und zu wenige Betreuungsplätze für Kinder von ein bis sechs Jahren sind seit Längerem ein Problem in Zell. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats war eine Übergangslösung für die Kinderbetreuung wichtiges Thema. Bis die neue Kindertagesstätte in der Falkenstraße (Baugebiet Eli Süd) eröffnet, wird es schließlich noch dauern.

    Der offizielle Spatenstich ist voraussichtlich für den 7. Juni geplant; in der Sitzung wurde noch der Auftrag für die Fassadenverkleidung mit HPL-Platten an die Firma Pfaff aus Salz vergeben, die das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Also wohin mit den vielen Kindern, bis die neue KiTa fertig ist? Bürgermeisterin Anita Feuerbach (CSU) berichtete, allein in der Kita St. Laurentius stünden derzeit 31 Eltern auf der Warteliste. Es ist wohl glücklicher Zufall, dass der Gemeinde ab dem Sommer Räume am Rathausplatz 7 zur Verfügung stehen. Der Vermieter, die Gemeindeverwaltung und auch das Landratsamt können sich dort eine Übergangs-Kita ab September 2019 mit bis zu 20 Plätzen für Kinder von ein bis sechs Jahren vorstellen. Die nötigen Umbauten der Räume bis maximal 15 000 Euro wurden in der Sitzung einstimmig beschlossen. Betreiber wäre die evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Würzburg, die später die neue Kita in der Falkenstraße betreiben wird. Die Übergangs-Kita soll zunächst vorrangig für Kinder aus Zell zur Verfügung stehen; interessierte Eltern können sich bei der evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Würzburg für einen Betreuungsplatz vormerken lassen.

    Um Kinderbetreuung im weiteren Sinne ging es auch beim nächsten Thema: Die Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Margetshöchheim. Soll die Grund- und Mittelschule grundsätzlich weiterbestehen, müssen alle vier Mitgliedsgemeinden des Schulverbands die Sanierung mittragen. Die Kosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro; für Zell betrüge der Anteil nach Schülerzahl rund 1,8 Millionen Euro. Von den Fraktionen wurde die Generalsanierung und Erweiterung als alternativlose, sinnvolle Investition einstimmig beschlossen.

    Wie es um die Luftqualität in Zell steht, war auch eine Frage. Das Bayerische Landesamt für Umwelt hatte schriftlich mitgeteilt, dass es in Unterfranken fünf repräsentative Messstationen gibt. Mobile Messgeräte stünden nicht zur Verfügung. In Würzburg befindet sich eine von zwei Messstationen an der B 19; laut Messungen werden dort alle Grenzwerte eingehalten. Da die Staatsstraße bei Zell mit rund 10 000 Fahrzeugen pro Tag deutlich weniger befahren wird, ist schlechte Luft hier nicht zu erwarten. Die Gemeinde könne auf eigene Kosten aber so genannte Passivsammler zur Messung erwerben. Darüber will sich der Gemeinderat nach einer Recherche erneut beraten.

    Ein weiteres Problem ist nach Ansicht der Gemeinderäte, dass auf vielen öffentlichen Parkflächen wie etwa beim Edeka-Markt häufig Anhänger oder Motorräder abgestellt werden. Darüber gehen gehäuft Beschwerden bei der Gemeinde ein. Wie sich das Parkproblem lösen lässt, soll weiter beraten werden. Ein Bauwerber, der in der Hauptstraße ein Anwesen zum Dreifamilienhaus umbauen will, hatte beantragt, die dafür nötigen fünf Stellplätze für 17 500 Euro von der Gemeinde abzulösen. Der Gemeinderat stimmte dem einstimmig zu.

     

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