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    Waldbüttelbrunn

    Stele am Drei-Länder-Eck eingeweiht

    Traditionell eröffnet der Grenzgang mit den Feldgeschworenen, die Festwoche zur Bartholomäus Kirchweih in Waldbüttelbrunn. In diesem Jahr etwas besonderes, denn es galt eine Dreigemarkungsstele (Drei-Länder-Eck) unweit des Dreimarkers zu den Gemarkungsgrenzen Waldbrunn, Roßbrunn und Waldbüttelbrunn zu setzen.

    Der Weg führte die gut 200 Teilnehmer, angeführt von Siegfried Seubert, Obmann der Feldgeschworenen, vom Platz der Partnerschaften über den Seeweg mit einem kurzen Abstecher zum Herrlesbrünnle. Jürgen Steinmetz vom Bund Naturschutz Waldbüttelbrunn wusste dort einige Anekdoten aus der Geschichte zu erzählen, auch, dass man dort das Geschlecht des gewünschten Geschwisterchens bestimmen konnte. Zweimaliges klopfen auf die Quelle bedeutete ein Mädchen, viermaliges ein Junge. Das Herrlesbrünnle ist auch Station des neuen Kulturwanderweges, der im September eröffnet wird.

    Zurück auf dem Grenzweg ging es über die Eisingerhöhe, mit 336 Metern der höchste Punkt der 944 Hektar großen Gemarkung Waldbüttelbrunn, weiter Richtung Westen. Am Lödeberg vorbei und entlang des Bodenwiesengraben bis zum Aalbachradweg Richtung Mädelhofen.

    Die Siebener, wie die Feldgeschworenen im Volksmund genannt werden, laufen einmal im Jahr mit dem Bürgermeister und den Bürgern die Grenze ab. Zum einen, um sie zu kontrollieren, zum anderen um das Wissen um die Grenzen weiter zu tragen. Gerade die Kinder die den Grenzgang begleiteten hatten viele Fragen, die die Siebener geduldig mit Wissen, das von Generation zu Generation weitergetragen wird, beantworteten. Bereits am Seeweg erzählte Siegfried Seubert wie sich durch Aufschüttung die Landschaft dort verändert hat. Ehemalige Schlittenbahnen wurden so zum Leidwesen der Kinder entschärft.

    Nach gut sieben Kilometern erreichte die Gruppe durstig, bei Temperaturen von über 30 Grad, die neue Drei-Länder-Eck Stele. Die Stele aus Muschelkalk kennzeichnet die Gemarkungsgrenze unweit des Dreimarkers zu den Nachbarn Waldbrunn und Roßbrunn. Es solle ein Rastplatz und ein Ort des Innehaltens entlang des Radweges sein, berichtete Bürgermeister Klaus Schmidt bei der Einweihung. 

    Wie Waldbrunns Bürgermeister Hans Fiederling betonte, steht die Stele nicht nur als Orientierung sondern auch für das gute nachbarschaftliche Verhältnis der drei Gemarkungen. Die Einweihung erfolgte kurz und knapp aber herzlich. Ein besonderer Dank der beiden Bürgermeister galt denn auch nicht nur den Siebernern, allen voran Obmann Siegfried Seubert, sondern besonders den Helfern am Ausschank.

    Die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr hatten wieder die Bewirtung des Schlusshock übernommen. Bei einem kühlen Radler und einer heißen Wurst wurde noch ausgiebig mit den Feldgeschworenen über die Grenzen und deren Ehrenamt diskutiert.

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