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    Würzburg

    Stellungnahme des Behindertenbeauftragten der Stadt Würzburg

    Karl-Heinz Marx äußert sich zu einem Artikel in der Main-Post, in dem das Leben eines 91-Jährigen Würzburgers, der vieles alleine meistern kann, beschrieben wird.
    Der 91-Jährige immer positive Hans Hess mit seiner Begleitung Margarete Andexlinger beim Wandern. Foto: Thomas Obermeier

    Dies ist eine Stellungnahme des Behindertenbeauftragten der Stadt Würzburg Karl Heinz Marx, die Bezug nimmt auf den Artikel vom 28.12. "Warum ein 91-Jähriger Mut macht". Dabei ging es um Herr Hans Hess, der blind ist und auch sonst viele Schicksalsschläge erlitt, aber trotzdem sein Leben fast selbstständig meistert.

    Da ich einst Bezirksgruppenleiter des BBSB war, kenne ich Herrn Hess bereits seit Jahrzehnten. Ich war schon immer sehr begeistert wie er sein Schicksal meisterte. Aber ist dieser Bericht nicht auch ein Hinweis wie nützlich beziehungsweise notwendig die sich mehrenden Bodenindikatoren (Rollenplatten, Noppenfelder etc.) für Sehgeschädigte sind. Dazu zählen auch viele Dinge die unter „Barrieren abbauen“ fallen wie Zusatzeinrichtungen für Blinde an Verkehrsampeln, Vorlesefunktionen z.B bei Bus- und Straba-Haltestellen und automatische Haltestellenansagen. Ich höre immer wieder die Frage, ob es notwendig ist, für derartige Dinge „Geld auszugeben“. Akustische Informationen werden in der Öffentlichkeit als „Lästig“ bezeichnet.

    Diese Einrichtungen sind notwendige Voraussetzungen, um eine gewünschte selbständige Teilhabe an Öffentlichem Leben für diese Personengruppe zu ermöglichen. So gibt es weitere Dinge der Mobilitätsermöglichung für Menschen mit Behinderung (Körperbehinderte, Gehörlose und Schwerhörige usw.). All diese unzähligen kleinen Dinge ermöglichen erst eine selbständige Lebensführung.

    Karl-Heinz Marx, Behindertenbeauftragter und Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Würzburg.

    Bearbeitet von Tim Eisenberger

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