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    Eisenheim

    Tagsüber Kinder, abends Sportler

    Nun ist die Sache klar: Morgens nutzt der Eisenheimer Kindergarten die Turnhalle als Ausweichgruppenraum, abends finden dort Kurse des Sportvereins statt. Foto: Rainer Weis

    Die Gemeinde Eisenheim als Betreiber des Kindergartens Mainkinderhaus machte sich in den vergangenen Jahren große Sorgen, wie man die stetig steigende Zahl an Kindern unterbringen könnte. Die Lösung im Gemeinderat war schnell gefunden: Nur ein Anbau würde die Situation entschärfen. Inzwischen wurde der Neubau geplant und auch schon ausgeschrieben.

    Blieb die Frage, wo man die Kinder bis zur Fertigstellung unterbringt. Dazu gab es verschiedene Überlegungen, zum Beispiel die Unterbringung im danebenliegenden Seniorenheim, was allerdings durch Umbaumaßnahmen einiges kosten würde oder im Untereisenheimer Rathaus, doch auch diese Idee wurde schnell verworfen. Als eine gute und elegante Lösung schien die Aufstellung eines Containers auf dem Kindergartengelände. Doch als Bürgermeister Andreas Hoßmann die Kosten für einen solchen Container erfuhr, nahm der gesamte Rat schnell Abstand.

    Die eigene Turnhalle als Ausweichplatz

    Als letzte Möglichkeit wurde die Nutzung der eigenen Turnhalle im Kindergarten ins Gespräch gebracht. Doch hier erhob der Allgemeine Sportverein (ASV) Eisenheim sofort die Hand und merkte an, dass die Halle in den Abendstunden für die verschiedensten Sportgruppen genutzt werde. Der Gemeinderat überlegte daraufhin, ob dieser Personenkreis nicht für einige Zeit beim Obereisenheimer Sportverein Unterschlupf finden könne, doch dem wurde von den Trainern im Sportverein wegen der Fahrzeit und der nicht vorhandenen Mobilität älterer Mitglieder energisch widersprochen.

    In intensiven Gesprächen mit dem ASV und dessen Trainern und der Kommunalen Aufsichtsbehörde für Kindergärten in Würzburg, kam letztlich doch eine Einigung zustande: Die Kinder können tagsüber die Turnhalle komplett nutzen, danach kann die Halle für sportliche Aktivitäten des ASV genutzt werden. Das bedeutet auch, dass am Ende der Kindergartenzeit alle Spiel- und Sportgeräte vom Kindergartenpersonal weggeräumt werden müssen – und umgekehrt. Danach wird die Turnhalle von Fachleuten gereinigt, sodass die von der Kommunalen Aufsicht verlangte einzuhaltende Hygiene gewährleistet wird.  

    Ein Win-Win Situation für alle Beteiligten

    Seit einigen Monaten hat sich dieser Ablauf nun eingespielt, sodass die Kindergartenleitung, vertreten durch Susanne Oestreicher, und der ASV-Vorstand mit Pascal Lenz und Daniela Schuler von einer sehr guten Zusammenarbeit sprechen.

    Auch Bürgermeister Andreas Hoßmann und der Gemeinderat sind von der Doppelnutzung und der damit verbundenen Einsparung für eine kostspielige Übergangslösung begeistert.  

    Die Doppelnutzung der Turnhalle bedeutet auch, dass alle Spiel- und Sportgeräte jeweils wieder weggeräumt werden müssen. Trotzdem ziehen alle Beteiligten, hier die Mütter-Gymnastik mit Daniela Schuler, ein positives Fazit. Foto: Rainer Weis

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