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    TAUBERRETTERSHEIM

    Tauberrettersheim: Gemeinderat stimmt über Wahltermin ab

    Tauberrettersheims Bürgermeister Hermann Öchsner wird sein Amt vorzeitig niederlegen. Jetzt beschäftigte sich der Gemein... Foto: Markhard Brunecker

    Bereits im April hatte der Tauberrettersheimer Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung der vorzeitigen Entlassung von Bürgermeister Hermann Öchsner aus seinem Amt zugestimmt. In der Gemeinderatssitzung am Montag wurde das Abstimmungsergebnis öffentlich bekannt gegeben, demnach gab es keine Gegenstimme.

    Entschieden wurde auch über einen Termin für die Neuwahl. Diese soll auf den 14. Oktober fallen, wenn auch die Bezirks- und Landtagswahlen stattfinden. Da diese Wahltermine laut Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz allerdings nur in Ausnahmefällen zusammengelegt werden dürfen, muss das Staatsministerium des Inneren diesem Vorschlag erst zustimmen.

    Kein Grund für Rücktritt genannt

    Nicht einmal eine halbe Stunde hielten sich die Mitglieder des Gemeinderats mit dem Rücktritt ihres Bürgermeisters auf, welcher bereits seit 28 Jahre im Amt ist. Dann wandten sie sich den übrigen Tagesordnungspunkten zu. Auf Nachfrage eines Bürgers, ob ein Grund für den Rücktritt genannt werden müsse, wurde dies von Öchsner verneint. Auch nach der Sitzung wollte sich der 67-Jährige gegenüber dieser Redaktion dazu nicht äußern.

    Unklar ist nach wie vor, ob der Rücktritt des Bürgermeisters mit der Kontroverse um die Villa seiner Tochter zusammenhängt. Nicht nur, dass der Bau des Wohnhauses in einem ehemaligen Landschaftsschutzgebiet eigentlich an die Errichtung eines Pferdestalls geknüpft war, die Bauherren aber schon vorher eingezogen sind, und damit gegen die Baugenehmigung verstießen, sorgte für Empörung und ein Bußgeld. Auch der fehlerhafte Beschluss des Gemeinderates, die Bauherren von Anschlussgebühren an das örtliche Wasser- und Abwassernetz zu befreien, zieht Konsequenzen nach sich. 32 000 Euro müssten die Bauherren zahlen, sollte das Landratsamt Würzburg ihrem Widerspruch gegen den Bescheid der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen nicht stattgeben.

    Mögliche Nachfolge noch unklar

    Bisher gibt es in Tauberrettersheim keine Wählergemeinschaften, die Bürger können den Bürgermeister über eine offene Liste wählen. Interesse, das Amt zu übernehmen, wurde bisher nicht öffentlich geäußert. Da Öchsner sein Amt bereits zum 1. Februar 2019 statt 2020 niederlegt, wird sein Nachfolger diese Position nicht die üblichen sechs Jahre, sondern voraussichtlich sieben Jahre übernehmen.

    Corbinian Wildmeister

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