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    HETTSTADT

    Terrassenförmige angeordnete Staudenbeete

    Durch eine terrassenförmige Gestaltung soll der Bereich am Rathaus auch von Besuchern von Veranstaltungen genutzt werden... Foto: Stadtplanungsbüro HWP

    Der vor Hettstadts Rathaus platzierte Brunnen soll im Rahmen der Umfeldgestaltung abgebaut werden und am bereits neu gestalteten Backhaus-Areal einen neuen Standort finden. Darauf verständigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ebenso mehrheitlich wie auf eine terrassenförmige Umfeldgestaltung mit gärtnerischem Schwerpunkt.

    Nach Abschluss der aktuell laufenden Rathaussanierung soll auch dessen Umfeld ein attraktiveres neues Gesicht erhalten. „Zur Vorbereitung von Gestaltungsvarianten waren bei zwei Workshops unter großer Beteiligung durch die Bevölkerung, Ortsvereinen und des Gemeinderates in Zusammenarbeit mit dem Würzburger Stadtplanungsbüro HWP reichlich Ideen gesammelt worden“, erinnerte Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (CSU/UBH) im Vorfeld deren Präsentation. Als Problematik machte Architekt Hartmut Holl auf einen starken Höhenversatz in den vorhandenen Geländevorgaben aufmerksam. „Steigungen zwischen 14 Prozent und 17 Prozent“ bezeichnete Holl allerdings dennoch als „überschaubare Aufgabe“.

    Im Ergebnis der öffentlichen Workshops entstand ein Gestaltungsentwurf, der sich nicht auf den Rathausvorplatz alleine beschränkte. Vielmehr wurde in die Entwurfsplanung das gesamte Umfeld bis zur St.-Sixtus-Kirche miteinbezogen. Wegen der bestehenden besonderen Gegebenheiten empfahl das Stadtplanungsbüro eine terrassierte, gärtnerische Gestaltung des gesamten Areals in Anordnung von Staudenbeeten. Erhalten bleiben soll dabei der Bildstock und die als Naturdenkmal kartierte Linde links neben dem bestehenden Treppenaufgang. Die Steigungen sollen künftig durch mehrere Podeste überbrückt werden.

    Zwar dürfe der vorhandene Brunnen wegen des Urheberrechts nicht verändert, aber in Absprache mit dem Künstler versetzt werden, informierte der Architekt. „Durch eine Versetzung würde vor dem Rathaus insgesamt mehr Gestaltungsraum entstehen“, gab Holl zu bedenken. Gleichzeitig informierten Architekt und Bürgermeisterin zu diesbezüglichen Verhandlungen mit dem Künstler. Der würde einer Versetzung an das bereits neu gestaltete Backhaus-Areal zustimmen. Darüber hinaus wies Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (CSU/UBH) auch auf die eventuelle Möglichkeit eines Flächenerwerbs eines angrenzenden Anwesens hin. „Zusätzliche Flächen würden zwar die Anordnung von Behindertenparkplätzen erleichtern, sind aber nicht zwingend erforderlich“, erklärte hierzu Architekt Hartmut Holl.

    Nach Auffassung von Peter Schrenk (UBH) „weist der vorgelegte Entwurf zu viele Treppen nebeneinander aus.“ Hermann Gehr (SPD/Wählergemeinschaft) forderte hingegen „auch Kostenschätzungen zu verschiedenen Varianten.“ Und Dritter Bürgermeister Franz-Josef Welscher meinte: „wenn schon Rathaussanierung, dann sollte auch das Umfeld passen.“ Gleichzeitig plädierte Welscher für eine terrassierte Gestaltung des Umfeldes. Auf die von Thomas Sczygiel (SPD/Wählergemeinschaft) äußerte Überlegungen, „ob ein Komplett-Paket notwendig ist, oder das Gelände in Teilen belassen werden kann?“ Nach Auffassung von Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher „sollten wir uns für das sanierte Rathaus als repräsentativen Ort schon auch eine entsprechende Umfeldgestaltung leisten.“

    Der Antrag von Klaus Hild (CSU) zur Versetzung des Brunnens an das Backhaus-Areal fand bei 13 zu zwei Stimmen mehrheitliche Zustimmung. Mit 12 zu drei Stimmen sprach sich das Gremium für eine terrassierte Gestaltung aus. In die Entwurfsplanung als nächsten Schritt, sollen Details wie Ladesäule für Elektrofahrzeuge, Infokästen für amtliche Bekanntmachungen, Festlegung von Grünflächen, Möglichkeiten zur Überbrückung der Treppenanlage zur Kirche für Räder oder Kinderwägen und Anordnung der Behindertenparkplätze eingearbeitet werden, teilte Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher auf Nachfrage mit.

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