• aktualisiert:

    Güntersleben

    Tiefbau: Enge Gassen stellen Planer vor Herausforderungen

    Steil und eng: Die Tiefbauarbeiten in den Altortgassen stellen wie hier in der Büttnergasse die Ingenieure vor Herausforderungen. Foto: Ammon

    Der Rat hat mit der Beauftragung der Tiefbauarbeiten in drei Gassen den zweiten Bauabschnitt der Städtebauförderung auf den Weg gebracht. Ganz einfach wird dies jedoch nicht. Die Lang-, Büttner- und Schustergasse sind stellenweise kaum mehr als zwei Meter breit. "Das Spannende ist hier die Enge der Gassen und die Frage, wie man da mit dem Untergrund umgehen kann", stellte Andreas Rußwurm vom Büro Auktor in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats  fest.

    Der Tiefbau-Ingenieur hat eine ungewöhnliche Lösung gefunden: Der Mischwasser und der Regenwasser-Kanal sollen auf einer Länge von etwa 115 Metern statt wie üblich nebeneinander als "Doppelstockkanal" übereinander verlegt werden. Auf einen getrennten Regenwasser-Kanal möchte die Gemeinde dennoch nicht verzichten. Er hat die Aufgabe, das saubere Wasser von den angrenzenden Dächern zu sammeln und später in den Dürrbach abzugeben. Damit sollen das Kanalnetz und die Kläranlage entlastet werden. Bei Starkregen konnte es bisher vorkommen, dass ein Überlauf an der Kläranlage ungeklärtes Wasser in den Bach abgegeben hat. Der Regenwasser-Kanal mündet jedoch vorerst in den vorhandenen Kanal in der Rimparer Straße. Erst für einen späteren Zeitpunkt ist geplant, den Kanal zu verlängern. Außerdem werden neue Wasserleitungen und Hausanschlüsse verlegt. Ein getrennter Regenwasserkanal wurde bereits bei den Bauarbeiten in der Thüngersheimer Straße errichtet.

    Anwohner und Passanten müssen Geduld mitbringen

    Die beengten Verhältnisse in den Gassen bringen es mit sich, dass die Bauarbeiten nicht allzu rasch voranschreiten dürften. Es bleibe kaum mehr Platz als für einen Bagger und zwei Arbeiter, erklärte Rußwurm. Hinzu komme das stellenweise "sehr steile Gefälle". Darum müssten die Arbeiten abschnittsweise durchgeführt werden. Nur so sei den Anwohnern der Zugang zu ihren Anwesen möglich und Rettungswege gewährleistet. Auch sei es nötig, sich genau mit den anderen Versorgern abzustimmen, die Leitungen oder Kabel in der Straße verlegen. Die Anwohner und Passanten dürften demnach ein gutes Stück Geduld mitbringen müssen. Ein strenger Zeitplan für die Baufirmen führe laut Rußwurm nur dazu, dass sich weniger Bauunternehmen auf die Ausschreibungen bewerben beziehungsweise dass sie teurere Angebote abgeben.

    Für die Gemeinde gilt es, auf die Kosten zu achten. Bei geschätzt etwa einer Million Euro muss sie alle Kräfte zusammennehmen. Für die unterirdischen Baumaßnahmen gibt es keine Förderung des Städtebaus. Für CSU-Gemeinderat Michael Freudenberger ist es dennoch wichtig, dass das Büro einen Bauzeitenplan erstellt. Er wolle damit keinen unnötigen Druck erzeugen. Bei den Arbeiten in der Thüngersheimer Straße sei jedoch oft nicht klar gewesen, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind. Auch regte er an, die weiteren Etappen des Städtebaus in der Rimparer Straße schon bei der Finanzplanung für die kommenden Jahre zu berücksichtigen.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (3)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!