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    Ochsenfurt

    Tourismus: Neue Schilder lotsen Gäste durch Ochsenfurt

    Die neuen Schilder sind fertig. Am Konzept mitgearbeitet haben (von links) Bürgermeister Peter Juks, Anne Derday (Leiterin Tourist-Info) sowie die Stadträte Joachim Eck, Josef Meixner, Barsom Aktas und (nicht im Bild) Joachim Beck. Foto: Claudia Schuhmann

    Den Ochsenfurtern sind sie schon aufgefallen, die neuen Schilder an den Eingängen zur Stadt sowie innerhalb der Altstadt. Pünktlich zur Eröffnung der Neuen Mainbrücke sind sie fertig geworden. Welche Ziele das neue touristische Beschilderungskonzept verfolgt, erläutern die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die es entwickelt haben. Das sind die Wirtschafts- und Tourismusreferenten im Stadtrat, Joachim Beck, Barsom Aktas, Josef Meixner und Joachim Eck sowie Bürgermeister Peter Juks und die Leiterin der Tourist-Info, Anne Derday.

    "Wir wollten in dem Schilderwald Tabula Rasa machen", sagt Juks. Ein Schilderwald war in der Tat über viele Jahre hinweg entstanden. Die verschiedenfarbigen Wegweiser, teils zahlreiche übereinander, folgten keinem einheitlichen Plan. Die Arbeitsgruppe hatte sich aus diesem Grund vor allem mehr Übersichtlichkeit zum Ziel gesetzt und ihren Überlegungen eine zentrale Frage vorangestellt: Auf welchen Parkplatz soll der Gast gelotst werden?

    Die Stadtpläne an den Stelen sind nicht genordet. Foto: Claudia Schuhmann

    "Wir haben uns entschieden, nur noch den Parkplatz am Main auszuschildern", erklärt Joachim Eck. Ortsunkundige zu den anderen, kleineren Parkplätzen zu lotsen, führe nur zur Verwirrung. Da den Einheimischen diese Parkmöglichkeiten ohnehin bekannt seien, habe man sie ins Konzept nicht mit aufgenommen, erklärt Juks. Die Schilder leiten Autofahrer, die aus Richtung Kleinochsenfurt und Frickenhausen kommen, nicht über die Neue, sondern über die Alte Mainbrücke zum Parkplatz.

    "Wir haben uns entschieden, nur noch den Parkplatz am Main auszuschildern."
    Joachim Eck, Wirtschafts- und Tourismusreferent

    Das sei deutlich einfacher für Besucher, so Juks. Denn bei Anfahrt über die Neue Mainbrücke seien für Ortsfremde, bedingt durch Südtangente und Bahnlinie, unverständliche Schleifen zu fahren. Und es bestehe die Gefahr, dass die Autofahrer mitten in der Altstadt landeten. Außerdem biete die Anfahrt über die Neue Mainbrücke den schönsten Blick auf Ochsenfurt, ergänzt Anne Derday.

    Auch an der Schiffsanlegestelle werden die Besucher begrüßt. Foto: Claudia Schuhmann

    Die neuen Schilder richten sich an ortsfremde Besucher. Deshalb wurden an allen Straßen, die in die Stadt hineinführen, große Willkommensschilder aufgestellt. So auch an der Südtangente, wo Anne Derday die Systematik erläutert. Fest installiert ist jeweils der Hinweis "Herzlich willkommen in Ochsenfurt" mit dem stilisierten "O". Darunter ist Platz für große austauschbare Schilder zur Ankündigung gerade anstehender Veranstaltungen wie aktuell der Wolfgangsritt. Ganz unten kann mit einem separaten Schild auf das Datum hingewiesen werden. Übrigens könnten auch Vereine mit diesen Schildern auf ihre Veranstaltungen aufmerksam machen, sagt Anne Derday.

    Auf die Gastronomie wird pauschal hingewiesen

    In der Stadt selbst gibt es weitere Stelen, die anzeigen, wo es beispielsweise zu den öffentlichen Toiletten oder zur Tourist-Info geht und welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind. Schnell ein WC zu finden, sei für die meisten Besucher entscheidend, sagt Anne Derday. Anstatt auf die einzelnen Wirtshäuser und Cafés wird nun nur noch ganz allgemein auf die Gastronomie in der Altstadt hingewiesen. Das sei mit den Gastronomen auch so besprochen worden, so Derday.

    Eine Besonderheit weisen die Stadtpläne auf, die an den jeweiligen Stelen angebracht sind. Diese sind nämlich nicht genordet. Das heißt: So, wie der Besucher auf den Plan schaut, liegt das entsprechende Gebiet vor ihm; Norden ist also nicht zwangsläufig "oben". Alles in allem wurden 48 neue Schilder in einheitlichem Design aufgestellt. Auch die Partnerstädte und Ochsenfurts Titel als Fair-Trade-Stadt werden auf diese Weise dargestellt.

    Ein neues Beschilderungskonzept sei übrigens schon 2009 im Stadtrat beantragt worden, erinnert Barsom Aktas an die Vorgeschichte. "Aber da stand uns eine Dekade des Bauens bevor." Zu jener Zeit sei noch nicht klar gewesen, wie sich die Verkehrsführung letztlich gestalten werde. Deshalb sei die Idee erst 2015 erneut aufgegriffen und nun umgesetzt worden. Peter Juks beziffert die Kosten mit rund 75 000 Euro. Einen Zuschuss in Höhe der Hälfte davon gebe es über die Städtebauförderung.

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