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    Waldbrunn

    Trinkwassermessung ist frei wählbar

    Der Verbrauch von Trinkwasser wird in Waldbrunns Haushalten künftig per Funk-Wasserzähler gemessen. Nach Vorberatung in der vorhergehenden Sitzung verabschiedete der Gemeinderat nun einhellig die erforderliche Satzungsänderung, durch die das Verfahren schon zum 1. Oktober inkraft tritt.

    Zwar wurde vom Gemeinderat die grundsätzliche Einführung elektronischer Wasserzähler per Funkmodul zur Messung des Trinkwasserverbrauchs beschlossen. Den Abnehmern bleibt es jedoch selbst überlassen, ob sie wie bisher eine manuelle Ablesung beibehalten möchten. Jedoch ist dies künftig mit einem Entgelt von 30 Euro je Ablesung und Erfassung verbunden. Durch die vom Gemeinderat beschlossene, jährlich zweimalige Ablesung würde dieses Entgelt ebenfalls zwei Mal berechnet. Die Feststellung des Trinkwasserverbrauchs per Funkmodul ist für die Abnehmer hingegen nicht mit einem zusätzlichen Kostenaufwand verbunden.

    Die Kosten für den Austausch der Wasserzähler im gesamten Ortsbereich belaufen sich nach Aussage von Bürgermeister Hans Fiederling (UBG) auf rund 90 000 Euro. Wegen Ablauf der Eichzeit müssen noch im laufenden Jahr etwa 400 der rund 900 Haus-Wasserzähler getauscht werden. "In den weiteren 500  Haushalten werden die Zähler im kommenden Jahr ausgetauscht", erklärte Fiederling.

    Beim Einbau ist von den Abnehmern ein Wasserzähler mit oder ohne aktiviertem Funkmodul frei wählbar. "Bei aktivierter Daten-Übertragung müssen personenbezogene Daten nach den geltenden Richtlinien nach spätestens zwei Jahren gelöscht werden", verdeutlichte Bürgermeister Fiederling die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Weil die vom Gemeinderat beschlossene Änderung schon zum 1. Oktober in Kraft tritt, kündigte Fiederling für die nächsten Tage die Verteilung von Informationsblättern an alle Haushalte an. Darin werden die Grundlagen erläutert und Hinweise gegeben zum voraussichtlichen Zeitpunkt des Austauschs der Wasserzähler.

    Von der vom Gemeinderat beschlossenen versuchsweise zweimaligen Ablesung jährlich erhofft sich die Verwaltung detaillierte Aufschlüsse zum Verbrauch von Trink- und Gartenwasser. Eine separate Abrechnung des jeweiligen Winter- und Sommerverbrauchs erachtete der Gemeinderat schon in der Vorberatung als denkbar. Jedoch ist dies in der einstimmig verabschiedeten Satzungsänderung noch nicht vorgesehen.

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