• aktualisiert:

    Uettingen

    Uettingen kommt nicht ohne Kredit aus

    Ein aktuelles Uettinger Großprojekt: die Sanierung der Aalbachtalhalle. Foto: Mechtild Buck

    Seit 2012 ist Uettingen schuldenfrei, im Jahr 2019 wird die Gemeinde jedoch einen Kredit von 2,5 Millionen Euro aufnehmen müssen. Das wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung klar, in der der Gemeinderat über die Haushaltssatzung 2019, den Stellenplan 2019 und den Finanzplan für 2018 bis 2022 sprach. Der vom Geschäftsleiter der VG Helmstadt, Ralf Büttner, vorgestellte Plan wurde einstimmig verabschiedet:

    Das Haushaltsvolumen für 2019 liegt mit 8,66 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahrs (2017: 8,3 Millionen Euro). Dass die Gemeinde Schulden machen muss, liegt an drei aktuell fast zeitgleich laufenden Großprojekten, die finanziert werden müssen: die Sanierung der Aalbachtalhalle, das Projekt "Neue Ortsmitte" und die Sanierung der Wasser- und Abwasseranlagen mit den entsprechenden Straßenbaumaßnahmen. Die Rücklagen der Gemeinde werden zum 31. Dezember 2019 voraussichtlich bei 573 000 Euro liegen, was ein solider Wert ist. Der vorgeschriebene Mindestwert für Uettingen liegt bei 37 068 Euro.

    Positiv zu vermerken ist, dass das Gewerbesteueraufkommen der Gemeinde seit Jahren stetig steigt: seit 2012 von 226 000 Euro auf knapp 900 000 Euro in 2018. Für 2019 werden Einnahmen in Höhe von 1,09 Milliarden Euro erwartet. Ebenfalls seit Jahren ansteigend sind die Einkommensteuereinnahmen: Im Jahr 2010 lagen diese bei gut 600 000 Euro, für 2019 werden Einnahmen in Höhe von 1,08 Millionen Euro erwartet. Insgesamt werden die Einnahmen aus Steuern und allgemeinen Zuweisungen mit gut drei Millionen Euro veranschlagt.

    Personalkosten erhöhen sich

    Eine weitere wichtige Einnahmequelle der Gemeinde Uettingen sind die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb wie Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung, Bestattungen, öffentliche Ordnung, Mieten und Pachten und Verkauf forstwirtschaftlicher Erzeugnisse. Hier sind in 2019 Einnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro eingeplant. Sonstige Finanzeinnahmen  werden in Höhe von gut 134 000 Euro einkalkuliert.

    Im Bereich der Ausgaben werden sich Personalkosten in 2019 leicht erhöhen auf 439 000 Euro von im Vorjahr etwa 429 000 Euro. Die sächlichen Verwaltungs- und Betriebskosten der Gemeinde wie Unterhalt von Grundstücken und baulichen Anlagen, von Straßen, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Haltung von Fahrzeugen, Bedarf für die Kita, Stromkosten, Steuern, Versicherungen und so werden mit gut 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Es werden zu vergebende Zuweisungen und Zuschüsse wie beispielsweise die Verwaltungsumlage an den Schulverband oder der Personalkostenzuschuss nach dem BayKiBiG in Höhe von gut 986 000 Euro erwartet. Die sonstigen Finanzausgaben wie die Gewerbesteuerumlage und Kreisumlage werden 2019 voraussichtlich bei 1,9 Millionen Euro liegen.

    Im Finanzplan 2018 bis 2022 wurden Ausgaben wie folgt abgesegnet:

    2018: 4 644 000 Euro, davon Investitionen 4 629 000 Euro

    2019: 4 209 000 Euro, davon Investitionen 4 193 000 Euro

    2020: 1 332 000 Euro, davon Investitionen 1 184 000 Euro

    2021: 749 000 Euro, davon Investitionen 522 000 Euro

    2022: 587 000 Euro, davon Investitionen 72 000 Euro

    Insgesamt sollen somit im Zeitraum 2018 bis 2022 Investitionen in Höhe von 10,6 Millionen Euro getätigt werden. Voraussetzung dafür ist, dass entsprechende Eigenmittel erwirtschaftet werden und dass staatliche Zuweisungen entsprechend den Erwartungen erfolgen. Die allgemeine Rücklage soll bis 2021 auf 330 000 Euro reduziert werden.

    Sicherheitsbericht der Polizeiinspektion Würzburg 2018

    Im Bereich der Polizeiinspektion Würzburg Land gab es einen starken Anstieg der Kriminalstraftaten von 684 Taten im Vorjahr auf 3084 Taten. Die Aufklärungsquote lag 2018 bei 73,54 Prozent (2017: 65,21 Prozent).

    Trotz der erhöhten Zahl an Strafdelikten gehört der Landkreis Würzburg zu den sichersten in Bayern: Die Häufigkeit von Kriminalstraftaten pro 1000 Einwohner liegt im Landkreis durchschnittlich bei 24,50, in Unterfranken bei 41,66 und in Bayern bei 48,96.

    In Uettingen ist die Häufigkeit mit 19,12 Taten pro 1000 Einwohner sogar noch niedriger als im Landkreis. Die Aufklärungsquote in Uettingen lag 2018 bei 70,97 Prozent.

    Bearbeitet von Mechtild Buck

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!