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    Veitshöchheim

    Umweltreferent Günter Thein hat sich viel vorgenommen

    Auch die Anlage von Blumenwiesen durch Landwirte ist ein Anliegen des Umweltbeirates
    Auch die Anlage von Blumenwiesen durch Landwirte ist ein Anliegen des Umweltbeirates Foto: Dieter Gürz

    Im Mai 2014 bestimmte der Gemeinderat Günter Thein (Bündnis 90/Die Grünen) zum Referenten der Gemeinde für den Bereich Umwelt.  Zur Unterstützung seiner Arbeit hatte Thein nun zur Gründung eines Umweltbeirates in den Sitzungssaal der Gemeinde eingeladen, mit dem Ziel Veitshöchheim nachhaltiger und ökologischer zu machen.

    Dabei bekundeten unter anderen ihr Interesse an einer Mitarbeit für die LWG deren Präsident Dr. Hermann Kolesch, Revierförsterin Annette Fricker, Jagdpächter Michael Hein, als Vertreter der Landwirte Walter Dieck und Johann Nieberle sowie die Vorsitzenden Wolfgang Klopsch (Bund Naturschutz), Jürgen Schrader (NaturFreunde), Burkard Löffler (Verschönerungsverein) und Günther Girster (Verkehrs- und Gewerbeverein).

    Als Vertreter der Fraktionen gehören dem Beirat neben Thein dessen Fraktionskollege Holger Keß an, Simon Kneitz und Marc Zenner (beide CSU),  Winfried Knötgen (UWG) und von der SPD Dieter Leimkötter sowie der gemeindliche Forstwirt Jürgen Taupp.

    "Ich bin gespannt, was sich aus dieser Runde an sachlichen Anregungen für unsere Arbeit in der Gemeinde entwickelt", sagte Gemeinderat Marc Zenner. Ihm sei wichtig, dass aus dem Umweltbeirat heraus nicht nur Symbolpolitik entstehe, sondern zielgerichtet mit Augenmaß etwas getan werde, was konkrete Auswirkungen habe und auch die Konsequenzen bedacht würden.

    Es seien im Ort, so Bürgermeister Jürgen Götz, von der Gemeinde, örtlichen Institutionen und Gruppierungen bereits zahlreiche Projekte für den Schutz der Umwelt in Angriff genommen und auf den Weg gebracht worden. Götz war sich aber einig mit Kolesch,  dessen LWG als Forschungseinrichtung sich schwerpunktmäßig auch mit dem Klimawandel und der Biodiversität auseinandersetzt: "Dies reicht nicht, es muss mehr und anderes als bisher passieren."

    "Ich bin gespannt, was sich aus dieser Runde an sachlichen Anregungen für unsere Arbeit in der Gemeinde entwickelt."
    Marc Zenner, Gemeinderat

    Als notwendig erachtet wurde, beim nächsten Treffen des Beirates nach der Sommerpause, ein Brainstorming durchzuführen. Hierzu sollen sich die Teilnehmer bereits vorab Gedanken machen und Ideen und Vorschläge für Maßnahmen, Handlungsoptionen und notwendige Informationen dem Umweltreferenten per E-Mail  kundtun. Man könne sich auch Anregungen von anderen holen.

    In der Runde wurden bereits einige Themen angesprochen, so das Absterben von Bäumen im Gemeindewald, dessen Zustand die Revierförsterin Annette Fricker trotz zahlreicher Abgänge von dürren Bäumen keineswegs als katastrophal, sondern noch als gut einstufte.

    LWG-Präsident Hermann Kolesch hätte gerne gewusst "Wie wollen wir hier in Veitshöchheim die Treibhausgase reduzieren, was wollen wir im öffentlichen Grün tun, was machen wir mit den privaten Gärten (Stichwort: Kiesgärten)?

    NaturFreunde-Vorsitzender Jürgen Schrader vermisst als Architekt bei vielen seiner Bauherren das Bewusstsein für den ökologischen Fußabdruck, besonders bei den verwendeten Baumaterialien und der Gestaltung der Freiflächen und Gärten. Dort sieht er die Aufgabe, aufklärend und beratend zu wirken.

    Für Holger Kess ist die Bewässerung der Bäume im öffentlichen Grün durch Rigolen ein wichtiges Thema zur Stärkung des Wasserhaushalts. Bürgermeister Götz nannte als Zukunfts-Projekt, das in großen Massen bei Starkregen ankommende Wasser zu sammeln und dann einer Wiederverwendung zuzuführen, wie dies bereits die LWG praktiziert.

    Zweiter Bürgermeister Winfried Knötgen erklärte die Notwendigkeit, auch die Bürger für das Thema Klimaschutz und Biodiversität zu sensibilisieren. Er habe acht Enkel und möchte denen die Welt so hinterlassen, dass sie später annähernd dieselbe Lebensqualität wie jetzt vorfinden.

    Im Veitshöchheimer Rathaus wurde ein Umweltbeirat gegründet. Ihm gehören neben dem Bürgermeister und Fraktionsvertreter auch im Ort im Umweltbereich Tätige an, die mit der Kompetenz und Möglichkeiten ausgestattet sind, Einfluss auf die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen zu nehmen.
    Im Veitshöchheimer Rathaus wurde ein Umweltbeirat gegründet. Ihm gehören neben dem Bürgermeister und Fraktionsvertreter auch im Ort im Umweltbereich Tätige an, die mit der Kompetenz und Möglichkeiten ausgestattet sind, Einfluss auf die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen zu nehmen. Foto: Dieter Gürz
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