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    Umweltskandal im Schotterwerk: Kommt es zu einem Deal?

    15 000 Tonnen Abfälle soll der Geschäftsführer eines Schotterwerks in Aub illegal im firmeneigenen Steinbruch verfüllt haben.  Foto: Thomas Fritz

    Tag zwei im Prozess um illegale Abfallentsorgung im Schotterwerk Aub: An diesem Mittwoch wird es vor dem Amtsgericht Würzburg in erster Linie um die Frage gehen, ob sich Staatsanwalt und Verteidigung auf einen Deal verständigen können.

    Dem 61 Jahre alten Geschäftsführer des Unternehmens werden verschiedene Umweltdelikte vorgeworfen. Zwischen 2011 und 2016 soll er  im großen Stil rund 15 000 Tonnen belastete Abfälle im Steinbruch verfüllt und dadurch rund 100 000 Euro eingenommen haben. Dazu kommt laut Anklage der Vorwurf, einen Grundwassersee auf dem Gelände verunreinigt und kontamininierten Schlamm aus der Reifenwaschanlage in einem Biotop entsorgt zu haben. 

    Dass die drei Verteidiger des Unternehmers auf einen Deal hinaus sind, wurde bereits am ersten Verhandlungstag deutlich. Für 50 Minuten zogen sie sich mit Staatsanwalt und Gericht zu einem Rechtsgespräch zurück. Einer Verständigung konnte der anwesende Staatsanwalt aber nicht zustimmen, da der zuständige Oberstaatsanwalt und Hauptsachbearbeiter des Verfahrens erkrankt war. 

    Der Prozess beginnt am Mittwoch um 9.30 Uhr. 

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