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    Würzburg

    Uni-Klinik ist selbsthilfefreundliches Krankenhaus

    Unterzeichnung der Kooperationsverträge zum „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“ (von links vorne sitzend) Hülya Düber, Georg Ertl (UKW), OB Christian Schuchardt, hinten stehend: Christian Holzinger, Susanne Wundling (beide Aktivbüro), Andreas Selig (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Gabriele Nelkenstock (externe Selbsthilfebeauftragte UKW), Renate Fiedler, Dorothea Eirich (beide Selbsthilfe-Vertreterinnen), Kathrin Speck (Paritätischer Wohlfahrtsverband). Foto: Claudia Lother

    Die Selbsthilfekontaktstellen des Aktivbüros der Stadt Würzburg und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Unterfranken sowie rund 40 Selbsthilfegruppen aus Würzburg erreichten gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ein großes Ziel: Das UKW darf sich künftig „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ nennen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

    Diese Auszeichnung wird vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung in Berlin verliehen. Voraussetzung ist die Erarbeitung von Maßnahmen, um die acht definierten Qualitätskriterien in eine Umsetzung zu bringen.

    Oberbürgermeister Christian Schuchardt zeigte sich erfreut über die Kooperation: „Die empathische Expertise, wie sie durch die Selbsthilfe geleistet werden kann, hat einen hohen Stellenwert und kann die medizinischen Leistungen eines forschungsorientierten Universitätsklinikums ergänzen.“ Auch Sozialreferentin Dr. Hülya Düber brachte ihren Dank und ihre Wertschätzung für die geleistete Arbeit zum Ausdruck.

    In vier Qualitätszirkeln arbeiteten hierfür Vertreter aus Selbsthilfegruppen, Mitarbeiter der beiden Selbsthilfe-Kontaktstellen und des Klinikums zusammen. Erarbeitet wurden Maßnahmen, wie die Selbsthilfe im Klinikum gut sichtbar werden kann und wie die Teilnahme an Selbsthilfegruppen empfohlen werden kann. Prof. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums ist dankbar: „Auch eine intensivere Zusammenarbeit der Selbsthilfe mit unserem Klinikum wurde angebahnt“.

    Hierbei sind viele sehr wertvolle und ganz konkrete Ergebnisse erzielt worden. Beispielsweise stellt eine Informationsbroschüre die Selbsthilfe und die vorhandenen Anlaufstellen vor. Auch in das Entlassmanagement wurde die Selbsthilfe aufgenommen und ist auf dem hierfür vorgesehenen Flyer benannt. Zudem konnten indikationsspezifische Selbsthilfegruppen Kontakt zur jeweiligen Klinik bzw. zum jeweiligen Zentrum bekommen, um eine direkte Vernetzung und Zusammenarbeit aufzunehmen.

    Auch auf der Homepage des Universitätsklinikums ist die Selbsthilfe für Patienten und Angehörige zu finden. Ein Imagefilm stellt die Zusammenarbeit vor und zeigt, wie das Erfahrungswissen der Selbsthilfe-Aktiven für das Fachwissen der Klinik von Nutzen sein kann.

    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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