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    Randersacker

    Unikate im Weinberg: Sitzgruppe aus Muschelkalk und Blech

    Die Randersackerer Steinhauer setzten auf robustes Sitzmöbel (von links): Bürgermeister Michael Sedelmayer, Volker Freist, Ernst Weckert, Dietrich Haas, Klaus Gerstendörfer und Zunftmeister Ralf Kuhn. Foto: Antje Roscoe

    Es ist ein richtig schönes Plätzchen oberhalb des Altfränkischen Wengerts, das sich die Steinhauerzunft Randersacker für ihre neue Sitzgruppe auserwählt hat. Frei nach dem Motto "Hineingebaut in Stein und Wein" – und mit Sicht auf den Main.

    Der Blick geht auf alte Lesesteinwälle und eine kleine Weinbergsparzelle mit einem sehr alten, gemischten Satz Weinstöcke, und zu Füßen auf den Altfränkischen Wengert.

    Massive Muschelkalkblöcke, auf die Sitzflächen aus Metall montiert sind, desgleichen eine Tischplatte auf einem großen Quader – zu acht kann man es sich durchaus gemütlich machen. Es ist eine sehr dauerhafte Lösung, sagt Ralf Kuhn, Zunftmeister der Randersackerer Steinhauer. Da er gleichzeitig auch den gemeindlichen Bauhof leitet, weiß er um den Pflegeaufwand für die unterschiedlichsten Arten von 180 Sitzbänken, die sich auf das Gemeindegebiet verteilen – und favorisiert inzwischen Modelle, wie das jetzt von der Steinhauerzunft gestiftete.

    Lochbleche trocknen schnell und sind pflegeleicht

    Die Lochbleche aus verzinktem Stahl trocknen bei Nässe schnell ab. Sie erhitzen sich nicht so stark wie man befürchten würde, was bei der Übergabe ausgetestet und bestätigt werden konnte. Umgekehrt würden sie sich bei Kälte durch die Körperwärme schnell klimatisieren, so Kuhn.

    Nicht nur, dass Randersackerer Muschelkalk verwendet wird und es sich um Unikate handelt, man sieht ihnen die Dauerhaftigkeit förmlich an. Zwei Steinmetzmeister und zwei Steinmetze sind noch unter den Mitgliedern der Steinhauerzunft, die ihre Aufgabe heute in der Bewahrung der über 1000-jährigen Tradition und Geschichte des Steinhauer-Handwerks sieht.

    Vor 35 Jahren etwa hat ein Arbeitskreis diesen Teil der Randersackerer Geschichte aufgearbeitet und in die Gegenwart zurückgebracht. Aus dieser Initiative hat sich die Zunft neu gegründet. 30 Mitglieder hat sie und ist jetzt offen für alle Interessierten. Sie betreut das kommunale Steinhauer-Museum im Mönchshof. Ein Dutzend Führungen werden jährlich nachgefragt, unter anderem von der Meisterschule in Aschaffenburg, Geologen der Uni Würzburg oder Betrieben.

    Infos gibt's unter steinhauer-randersacker.de

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