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    Würzburg

    Unpassend und deplatziert

    Zum Artikel "Sänger und Instrumentalisten boten gewaltiges Werk dar" vom 18. März:

    Es war schön zu sehen, dass das diesjährige Gedenkkonzert zum 16. März in der Franziskanerkirche auch von vielen jungen Menschen besucht wurde, die sich damit bewusst gegen die schändliche Forderung gewisser Kreise nach einem Ende der Erinnerungskultur positionierten. OB Christian Schuchardt gelangen in seiner sehr eindrucksvollen kurzen Ansprache höchst treffende und nachdenklich machende Aussagen zum Anlass des Gedenkens und zur Musik. Dass allerdings danach der Dirigent des Abends noch das Wort ergriff, wirkte höchst unpassend und deplatziert. Herrn Göttemann steht es nicht zu, den Oberbürgermeister der Stadt Würzburg in einer solchen Stunde zu ergänzen. Es ist in dieser Situation ohne Belang, wie er über Europa denkt, welche Nationalität seine Ehefrau hat und wie es um die Bezahlung von Musikern bestellt ist. Seine Aufgabe war die musikalische Gestaltung einer der wichtigsten jährlichen Veranstaltungen in unserer Stadt und nicht eine oberflächliche und belehrend wirkende politische und persönliche Meinungsäußerung. Bedauerlicherweise wurde so durch die unreflektierte Kompetenzüberschreitung eines Einzelnen der Gesamteindruck des Konzerts erheblich getrübt. So etwas darf sich nicht wiederholen.

    Dieter und Andrea Schanzer

    97084 Würzburg

    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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