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    Würzburg

    Unterwegs im Partnerbistum in Tansania

    Weihbischof Ulrich Boom wurde in Makwai herzlich begrüßt. Foto: Alexander Sitter (Mission-Entwicklung-Frieden)

    Das tansanische Partnerbistum Mbinga hat Weihbischof Ulrich Boom bei einer zweiwöchigen Pastoralreise besucht, teilte das Bistum mit. Begleitet wurde er von Pfarrer Nikolaus Hegler, Leiter der Pfarreiengemeinschaft "Sankt Maria und Johannes der Täufer" sowie Klaus Veeh und Alexander Sitter vom Referat Mission-Entwicklung-Frieden der Diözese Würzburg. Auf dem Programm standen die Einweihung des Schwesternhauses der Erlöserschwestern in Litumbandyosi, die Segnung der Kapelle in Mtetema, eine Firmung in der Pfarrei Makwai sowie eine Priesterweihe in Mango, schreibt das Referat Mission-Entwicklung-Frieden.

    In Dar es Salaam wurden die Teilnehmer in Chamazi begrüßt, dem Gästehaus der Erlöserschwestern. Nebenan befindet sich die Primary School der Erlöserschwestern. In Peramiho führte Pater Luzius Marquardt die Gäste durch die Benediktinerabtei und zeigte ihnen den landwirtschaftlichen Betrieb, die Druckerei, die Werkstätten, das Krankenhaus und die Abteikirche mit der Pfeifenorgel, auf der er einige Stücke spielte. Marquardt stammt aus Gaukönigshofen und lebt schon viele Jahre in Tansania.

    In Litumbandyosi segnete Weihbischof Boom das neue Konventhaus der Erlöserschwestern. Im Anschluss wurde ein Dorffest gefeiert. Pfarrer Hegler blieb in Litumbandyosi, um das partnerschaftliche Miteinander zu besprechen. Zwischen der Pfarreiengemeinschaft und Litumbandyosi gibt es seit vielen Jahren ein Partnerschaftsprojekt. Weihbischof Boom, Sitter und Veeh reisten gemeinsam mit dem „weltwärts“-Freiwilligen Sebastian Büttner aus Schweinfurt weiter nach Mtetema, einer Außenstation von Mpepo, zur Firmung von 50 jungen Menschen und Segnung der Dorfkapelle. Im Anschluss reiste die Delegation an den Nyasa-See, heißt es in der Mitteilung weiter.

    Zum Fest der Landwirte kamen die Würzburger nach Mango, um dort mit der Gemeinde die Priesterweihe von Diakon Sospeter Mahundi zu feiern. Rund 1000 Menschen versammelten sich vor der Kirche, darunter eine Gruppe aus Österreich und Medizinstudenten, die am Krankenhaus in Litembo mitarbeiten.

    Treffen mit Kaffeekooperative

    Anschließend führte der Weg nach Nkile zu Pfarrer Silverius Mwingira. Von ihm stammt der Satz, dass alles, was die Gäste anschauen dürfen "auf dem Kopf getragen wurde". Dank vielfältiger finanzieller Unterstützungen aus der Diözese wurden die Materialien, beispielsweise Ziegelsteine, hergestellt und dann auf den Köpfen vieler Gemeindemitglieder zu den Baustellen getragen.

    Außerdem fand ein Treffen mit den Vorstandsmitgliedern der Kaffeekooperative Mahenge statt. Die Genossenschaft umfasst 400 Familien mit rund 2000 Personen. Gemeinsam pflanzen, ernten und verarbeiten sie Rohkaffee. Genossenschaftssprecher Julius Mbunda sagte, dass sie durch die Einnahmen des Kaffees – das Doppelte des Weltmarktpreises – ihre Kinder zur Schule zu schicken, eine Gesundheitsversicherung zu haben und ein gutes Leben führen können.

    Letzte Station war wieder Mbinga. Dort wurde im Dom Sankt Kilian das Fest Mariä Himmelfahrt gefeiert. Die letzten Tage der Reise verbrachte die Delegation wieder in Chamazi bei den Erlöserschwestern.

    Bearbeitet von Karoline Keßler-Wirth

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