• aktualisiert:

    Weigenheim

    Uraufführung einer Kirchweihkantate

    Zusammen mit dem Männergesangverein 1860 Weigenheim, dem Posaunenchor und Musikern des Bläserchores Reusch bringt die Kirchengemeinde Weigenheim am Sonntag, 1. März, um 19 Uhr eine Kirchweihkantate von Christian Glowatzki nach einem Text des früheren Ippesheimer Pfarrers Johann Wilhelm Friedrich Lampert (1784-1861) zur Uraufführung. Lampert war bekannt für seine Dichtungen und hatte auch das Libretto der Einweihungsmusik der Weigenheimer Kirche im Jahr 1832 verfasst.

    Die Chronik der Pfarrei Weigenheim beschreibt, dass bei der Einweihung der Kirche am 11. November 1832 eine Kantate gesungen wurde, deren Text von Pfarrer Johann Wilhelm Friedrich Lampert stamme. Am Schluss habe die Gemeinde eingestimmt in den Choral „Jehova, Jehova“ aus dem Gesangbuch. Dieses Musikstück ist laut Pfarrer Dietrich Röhrs verloren gegangen.

    Bei der Suche ließ sich ein Gedichtbändchen von Lampert als „Digitalisat“ (Feierklänge) finden, in dem sich mehrere Kantatentexte des Dichterpfarrers befanden. Einer davon zielte auf den genannten Choral des im 19. Jahrhundert verehrten Komponisten Justin Heinrich Knecht. So vermutete Pfarrer Röhrs, dass es sich bei „Einem neuen Fest der Freude“ um die textliche Grundlage auch der Weigenheimer Kantate handeln könne.

    Im Archiv der Kirchengemeinde Reusch befand sich ein Orgelchoralbuch aus jener Zeit, in dem dieser Choral als Orgelsatz überliefert ist. Zusammen mit Frank Schneider, dem Vorsitzenden des Männergesangvereins 1860 Weigenheim, bat er den Musiker Christian Glowatzki, diese Worte neu zu vertonen. Der Komponist machte daraus ein Stück für Männerchor, zwei Solobläser Posaunenchor, und Orgel. Es soll nun in einem Gottesdienst zur Uraufführung kommen.

    Der Schrecken war groß, als man – schon in der Endphase der Vorbereitung – in den Unterlagen des Weigenheimer Geschichts- und Brauchtumsstammtisches auf einen kopierten Zettel mit der Beschreibung der Weigenheimer Kirchweihe von 1832 stieß. Darauf war ein anderer Wortlaut der Lampertschen Dichtung angegeben. So wird nun eine Kantate gesungen, wie sie bei der Einweihung hätte erklingen können.

    Mitwirkende sind der Männergesangverein 1860 Weigenheim (Leitung: Bernd Schneider), der Posaunenchor Weigenheim (Leitung: Thomas Feist), der durch Musiker aus dem Reuscher Bläserchor verstärkt wird und Elena Stich an der Orgel. Wilhelm Schemm (Trompete) und Thomas Feist (Tuba) übernehmen die Solostimmen.

    Gertraud und Friedrich Nöth vom Brauchtumsstammtisch informieren über den Einweihungstag der Kirche 1832 und Otto Rückert aus Geckenheim stellt einige Gesangbücher aus jener Zeit zur Schau.

    Drei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Würzburg-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!