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    Kist

    Urnenanlage wird erweitert

    So wird der eine Teil der neuen Urnenanlage im Kister Friedhof aussehen, die insgesamt 48 weitere Urnenplätze anbietet. ...

    Im Frühsommer hatte der Gemeinderat beschlossen, die Urnenwände des Friedhofes aus dem Gesamtkonzept der Friedhofssanierung herauszulösen und vorzuziehen, weil dringender Handlungsbedarf bestehe. Seinerzeit war beschlossen worden, dass das Planungsbüro Dietz + Partner eine Planung erstellen soll und ein entsprechendes Konzept vorstellt. Auf Basis dieses Konzeptes hatte Valtin Dietz nun die Pläne für die Ausschreibung und Vergabe der zugehörigen Arbeiten erstellt.

    Dietz stellte in der Gemeinderatssitzung den aktuellen Stand vor. In zwei Kreisen soll eine geschlossene Anlage am jetzigen Standort entstehen und die bestehenden Urnen aufnehmen. Hinzu kommen insgesamt sieben neue Urnenstelen, sechs davon sind niedriger und gegen die Erweiterungsfläche des Friedhofes ausgerichtet. Sie verfügen über je acht Urnenplätze.

    Eine weitere Stele soll den Lückenschluss mit den bisherigen Urnenstelen herstellen und acht Urnenplätze anbieten. So entstehen zwei Rondelle, in deren Mitte eine ungarische Eiche gepflanzt werden soll um die herum Sitzbänke platziert werden. Der Boden soll aus Beton gefertigt werden, um den Ort auch mit Rollatoren oder Rollstühlen erreichen zu können. Dietz schlug zur Aufrauung einen Besenstrich auf der Oberfläche vor.

    Während bei den Stelen noch weitgehend Einigkeit im Rat herrschte, gab es bei dem Bodenbelag heftige Diskussionen. Yvonne Lach (SPD) hätte die Fläche lieber gepflastert, Jochen König (CSU) wollte lieber das Gesamtkonzept für den Friedhof abwarten und dann denselben Belag wie im übrigen Friedhof verwenden.

    Bürgermeister Volker Fauhaber (SPD) verwies darauf, dass man sich nicht auf einen Belag festlege, wenn man auf der kleinen Fläche der Urnenanlage mit Beton arbeite. Pflaster wäre bei Rundungen pflegeintensiv, da meist sehr breite Spalten zwischen den Steinen zuwuchern würden. Dort müsste der Bauhof dann viele Stunden Pflege aufwenden, um die Wege begehbar zu halten.

    Letztlich einigte man sich einstimmig auf die Beauftragung des Planes, so wie ihn Valtin Dietz vorgestellt hatte. Er wird die Ausschreibung vorbereiten, so dass im Oktober im Gemeinderat über die Vergabe abgestimmt werden kann. Baubeginn soll im November sein, die Fertigstellung der Anlage ist für Ostern 2019 geplant.

    Aus formalen Gründen konnte kein Beschluss über die Auslobung eines Architektenwettbewerbs zur Neugestaltung der Aussegnungshalle gefasst werden. Dietz stellte zwar die Kriterien und Möglichkeiten des Wettbewerbs, der als Mehrfachbeauftragung konzipiert ist, vor, aber über den Punkt konnte nicht beschlossen werden, weil er nicht auf der Tagesordnung stand.

    Jochen König stellte dabei fest, dass eine Renovierung beziehungsweise Erweiterung der alten Aussegnungshalle nicht genügend berücksichtigt sei. Es sollten erst Untersuchungen an der bestehenden Halle erfolgen. Außerdem wünschte er sich eine frühzeitige Bürgerbeteiligung bei dem Thema.

    Peter Hornung (FWK) bemängelte, dass die Ausschreibung den Ratsmitgliedern nicht im Vorfeld mit den Sitzungsunterlagen zugestellt worden war. Erste Planungen von Dietz sahen eine neue Aussegnungshalle in der Nähe des Dorfbrunnens im östlichen Eingangsbereich vor. Diese Planung war dem Gemeinderat bereits in einer früheren Sitzung vorgestellt worden.

    König wurde für seine Äußerungen von Ratskollegen mehrfach polemisch angegriffen, was für Unmut bei den Zuhörern im Raum sorgte. Schließlich musste Bürgermeister Faulhaber zur Ordnung rufen, um wieder Ruhe in den Saal zu bekommen.

    Die Beauftragung muss nun in einer weiteren Gemeinderatssitzung beschlossen werden, da eine nachträgliche Aufnahme in die Tagesordnung nicht möglich war, weil der Gemeinderat nicht vollzählig war. Dies stehe so in der Gemeindeordnung, gab ein sichtlich frustrierter Bürgermeister zu und vertagte den Punkt.

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