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    Veitshöchheim

    Veitshöchheimer Wehr schützt Trinkwasser mit Systemtrennern

    Jürgen Götz (Zweiter von rechts) und Joachim Kessler (links) übergaben fünf Systemtrenner im Wert von 5000 Euro an den Feuerwehrkommandanten Robert Röhm (Zweiter von links) und Stellvertreter Florian Fischer. Foto: Dieter Gürz

    Bei Bränden in bebauten Gebieten entnimmt die Freiwillige Feuerwehr schon seit Jahrzehnten im Normalfall über Hydranten Löschwasser aus dem Rohrnetz der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Jeder Löscheinsatz birgt aber ein Risiko für Trinkwasser und Leitungssysteme. Arbeiten Feuerlöschkreiselpumpe und Trinkwassernetz mit unterschiedlicher Leistung, kann sich beim schnellen, schlagartigen Schließen von Strahlrohren kurzfristig ein Überdruck in der Schlauchleitung aufbauen, der sich dann durch das Zurückdrücken von Löschwasser in das Leitungsnetz entspannt.

    Gefährliche Verunreinigungen im Rohrnetz

    Ohne Schutzmaßnahmen kann es infolge von Rückfließen zu gefährlichen Verunreinigungen und Schäden im Rohrnetz kommen. Als Folge davon können die Trinkwasserqualität beeinträchtigt und Rohrbrüche durch Druckschwankungen verursacht werden. Im Juli 2018 wurde deshalb die Norm DIN 14346 "Feuerwehrwesen – Mobile Systemtrenner B-FW" zum Schutz des Trinkwassers veröffentlicht.  Darin wird unter anderem der Einsatz von "mindestens einem Systemtrenner am Standrohr oder Überflurhydranten" gefordert.

    Bürgermeister Jürgen Götz und Joachim Kessler, stellvertretender technischer Leiter der Versorgungsbetriebe der Gemeinde, kamen nun dieser Forderung nach und übergaben zum Schutz des Veitshöchheimer Trinkwassernetzes fünf "Feuerwehrsystem-Trenner B-FW" im Wert von 5000 Euro an den Feuerwehrkommandanten Robert Röhm und dessen Stellvertreter Florian Fischer. Da die Systemtrenner jährlich einmal vom Gerätewart geprüft werden sollen, war auch ein Prüfkoffer im Wert von 600 Euro dabei.

    Systemtrenner schließt automatisch 

    Der mobile Systemtrenner B-FW  wird an bestehende Standrohre oder Überflurhydranten zur Entnahme von Löschwasser aus dem Rohrnetz angeschlossen. Er soll verhindern, dass durch Rücksaugen oder Rückdrücken von Löschwasser (eventuell mit Löschschaum versetzt) in das Trinkwasserversorgungsnetz zurückfließt, wenn der Druck in diesem Netz niedriger ist als in der verlegten Löschwasserleitung. Der Systemtrenner schließt vollautomatisch, sobald er einen Druckunterschied erkennt. Mit seinem geringen Gewicht von nur 1,9 Kilogramm und seinen kompakten Maßen ist er sehr einfach zu handhaben. Die Veitshöchheimer Wehr ist die erste im Landkreis die nun bei Einsätzen die Systemtrenner verwendet, sagte der Kommandant.

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