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    Bergtheim

    Verbindungsweg von Dipbach nach Oberpleichfeld wird erneuert

    Die beiden Gemeinden Oberpleichfeld und Bergtheim wollen die Ortsverbindungsstraße zwischen Dipbach und Oberpleichfeld erneuern. Im Hintergrund ist Dipbach zu sehen. Foto: Irene Konrad

    Knapp 2,6 Kilometer lang ist der schmale Ortsverbindungsweg zwischen Oberpleichfeld und dem Bergtheimer Gemeindeteil Dipbach. Davon entfallen etwa 1125 Meter auf die Flur in Oberpleichfeld und 1425 Meter auf die Dipbacher Flur. Der Weg ist verbraucht. Er hat Setzungen, Risse und unterschiedliche Beläge. Die beiden betroffenen Gemeinden wollen ihn neu ausbauen.

    Auf 533 000 Euro brutto (ohne Nebenkosten) wird die Sanierung geschätzt. Aber die Bergtheimer und Oberpleichfelder erwarten 90 Prozent Zuschüsse, sodass sich ihre eigenen Kosten im Rahmen halten werden. Die Federführung für die Durchführung und Finanzierung hat die Gemeinde Oberpleichfeld übernommen. Die beiden Bauabschnitte werden nach Losen getrennt abgerechnet.

    Das ist auch nötig, weil die Bergtheimer ihren Straßenabschnitt breiter ausbauen wollen als die Oberpleichfelder. Dort ist wegen Privatgrunds oft nur eine Straßenbreite von drei Metern möglich. Nur diese drei Meter Straßenbreite des Wirtschafts-, Rad- und Ortsverbindungsweges werden auch gefördert. Alles, was darüber hinausgeht, tragen die Kommunen selbst.

    Dipbacher Seite wird verbreitert

    Das Amt für ländliche Entwicklung fördert den Wirtschaftsweg mit 45 Prozent, mit 35 Prozent unterstützt der Landkreis Würzburg. Und der Zweckverband Erholung schießt eine zehnprozentige Förderung für den Fahrradweg zu. Im Oberpleichfelder Gemeinderat wurde die Sanierung Ende August schon vorgestellt. Nun diskutierte auch der Bergtheimer Gemeinderat darüber.

    Ingenieur Jürgen Hillenbrand von der GmbH Auktor Ingenieur in Würzburg hatte eine Präsentation mit vielen Bildern über den Zustand der Straße mitgebracht. Sie enthielt auch Querschnitte, Entwässerungslösungen, geplante Ausweichspuren, Einfahrten und Anschlussbereiche, befahrbare Seitenstreifen sowie Hinweise auf Durchlässe am Erleinsbach sowie Kanal- und Kabelleitungen.

    Insgesamt soll die Strecke gefälliger werden. Manche Ecken werden abgerundet, ein Teilstück wird vom Graben weg um 1,40 Meter weggerückt und auf den Ausweichbuchten sind Rasengittersteine vorgesehen. Die Dipbacher Seite soll von bisher drei Metern auf 3,50 Metern verbreitert werden. Bei der Flurbereinigung sei die Strecke einst auf ihrer gesamten Länge mit fünf Metern abgemarkt worden. Das kommt der Gemeinde nun zugute.

    Frühester Baubeginn laut Räten Mitte 2020

    "Die Sanierung dieser Straße steht schon lange auf unserer Agenda", sagt Bürgermeister Konrad Schlier. Schon vor vier Jahren habe er sich deshalb an das Amt für ländliche Entwicklung gewandt. Er sei deshalb froh, wenn die Planungen vorangehen. Das sahen auch die Ratsmitglieder so. Als "frühesten Baubeginn" mutmaßen sie "Mitte 2020".

    Bis dahin sollten die Kostenverteilung und die praktische Vorgehensweise stehen. Der Asphalt und Beton muss abgefräst und tief ausgebaut werden. Eventuell könne das Fräsgut mit Schotter gemischt und im Untergrund wieder eingebaut werden. Gegebenenfalls sind Bodenverbesserungen nötig.

    Letztendlich soll es eine tragfähige, schöne Ortsverbindungsstraße werden mit einer acht Zentimeter Tragdeckschicht aus Asphalt. Der Bergtheimer Gemeinderat entschied, dass die Sanierung weiter verfolgt und umgesetzt werden soll, "wenn die Förderzusagen vorliegen und die Zahlen stimmen". Nun ist die Gemeinde Oberpleichfeld in ihrer Eigenschaft als Planungsvorsitzende wieder am Zug.

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