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    VEITSHÖCHHEIM

    Vermeintliche Tellermine behinderte Bahnverkehr

    Eine vermeintliche Personenmine aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montagmorgen (13. August) den Bahnverkehr zwischen Würzburg und Gemünden am Main (Lkr. Main-Spessart) behindert. Bei Baggerarbeiten am nördlichen Ortsausgang von Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) stießen Bahnarbeiter auf einen verrosteten Gegenstand. Dabei solle es sich dem ersten Anschein nach um eine Personenmine gehandelt haben. Die Bundespolizei sperrte den Streckenabschnitt Retzbach-Zellingen bis Veitshöchheim daraufhin für eine gute Stunde, das teilte die Bundespolizei mit.

    Keine Mine, sondern ein verrosteter Tankwagendeckel

    Experten des Kampfmittelräumdienst aus Nürnberg gaben den Streckenabschnitt nach einer ersten Analyse ab etwa 10 Uhr wieder frei. „Allerdings durften Züge in Richtung Gemünden – solange dort gearbeitet wurde – nur mit einer Spitzengeschwindigkeit von 50 Kilometer in der Stunde vorbeifahren“, sagte Fabian Hüppe, Sprecher der Bundespolizei. Bei näherer Untersuchung entpuppte sich der Gegenstand als ungefährlich. Es handelte sich vermutlich um einen Tankwagendeckel. Durch den erheblichen Rostbefall und die Lage im Erdreich sah dieser einer Personenmine verblüffend ähnlich.

    Bahn setzte Busse ein

    Am Vormittag war der Bahnverkehr für etwa eine Stunde eingeschränkt. Die Regionalbahnen aus Richtung Gemünden verkehrten bis Retzbach-Zellingen und enden dort vorzeitig. Die Regionalexpresse mit Fahrtziel Bamberg wurden umgeleitet. Auch die Regionalexpresse mit Fahrtziel Würzburg wurden umgeleitet. Um die Fahrgäste weiter zu befördern, hatte die Bahn einen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Retzbach-Zellingen und dem Würzburger Hauptbahnhof eingerichtet.

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