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    Bergtheim

    Verwaltungsgebäude, Tagespflege und Generationentreffpunkt

    Bei der Präsentation im Bergtheimer Bürgerforum (von links): Vorstandsmitglied Armin Hackl und Geschäftsführerin Karin Eberth-Papp von der Caritas-Sozialstation, Professorin Theresia Wintergerst, die acht Studentinnen der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und Geschäftsführerin Birgit Schuhmann von der Caritas-Sozialstation. Foto: Irene Konrad

    Die "Caritas-Sozialstation St. Gregor Fährbrück" hat Großes vor. Im Bergtheimer Baugebiet "Am Sommerrain II" will der Verein ein neues Verwaltungsgebäude, eine erste Senioren-Tagespflege im Ort für 15 bis 20 Personen und einen im Haus integrierten Generationentreffpunkt bauen.

    Mit der künftigen Verlegung der Verwaltung von der Raiffeisenstraße in die Siedlung und der Eröffnung einer Tagespflege rüstet sich die Sozialstation für die Zukunft. Sie nimmt "die Seniorenarbeit in der vierten Lebensphase nach dem Berufsleben" in den Blick. Und mit der offenen Begegnungsstätte will die Sozialstation "Neuland in der ganzen Region betreten".

    "Es geht um weit mehr als um Unterbringung und Pflege", erläuterte Vorstandsmitglied Armin Hackl bei einer Informationsveranstaltung im Bergtheimer Bürgerforum. "Im Neubau sollen Menschen aller Altersgruppen zusammentreffen", freuen sich die Geschäftsführerinnen Karin Eberth-Papp und Birgit Schuhmann auf die Zukunft.

    Nicht am Bedarf vorbei planen

    Um nicht am Bedarf vorbei zu planen, hat sich sie Sozialstation fachliche Unterstützung geholt. Unter der Leitung von Professorin Theresia Wintergerst von der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt wurde eine Projektgruppe gegründet. Acht junge Frauen des Bachelorstudiengangs "Soziale Arbeit" erhoben wesentliche Sozialdaten und fragten nach den Anforderungen für den "Generationenraum".

    Die Studentinnen haben zehn Personen aus Bergtheim, Dipbach und Opferbaum ausgiebig befragt. Alle Interviewpartner sind in der Seniorenarbeit aktiv oder kennen sich als Verantwortliche in der Ortspolitik, der Ortskirche und in Ortsvereinen bestens aus. Sie kennen die bestehenden Angebote und die Wünsche der älteren Generation im Dorf.

    Von März bis November 2019 beschäftigten sich die Studentinnen mit der Vorbereitung, Befragung, Auswertung und Präsentation ihrer Studie. "Wir wollen Ihnen heute Denkanstöße mitgeben", erläutere Professorin Wintergerst. "Wo erleben Kinder heute Erwachsene, die nicht ihre Eltern, Großeltern oder Lehrer sind?", fragte sie. Es sei wichtig, aufeinander zu schauen, ein positives Altersbild zu kultivieren und die generationenübergreifende Arbeit zu fördern.

    Tabellen erklärt

    In Zweiergruppen erklärten die Studentinnen ihre Tabellen und Empfehlungen. Es habe sich gezeigt, dass die klassischen Angebote wie Lesungen, Bildung, Vorträge, Musik, kreatives Gestalten, Sport, Bewegung, Tanz sowie religiöse und politische Veranstaltungen nach wie vor attraktiv sind. Der neue Raum sollte barrierefrei, mit einer Teeküche ausgestattet sowie durch Trennwände individuell gestaltbar sein.

    Studentinnen stellen die Ergebnisse ihrer Studie vor. Foto: Irene Konrad

    Die Worte Offenheit, Entspannung oder Austausch fielen mehrmals. "Wir wollen, dass sich Menschen treffen. Dafür stellen wir das neue Haus Gregor gern zur Verfügung", bekräftigen die Vertreter der Sozialstation. Es gehe um niedrigschwellige Offerten und eine sinnvolle Erweiterung der Angebotspalette in Bergtheim.

    Für die Studie der Fachhochschule ist die Sozialstation dankbar. Auch die Zuhörer hatten Ideen. Vielleicht findet sich eine Schafkopf- oder Waddelrunde? Vielleicht könnte hier erklärt werden, wie ein Smartphone bedient oder eine App heruntergeladen wird? Vielleicht trifft sich eine Nordic-Walking-Gruppe nach dem Sport noch zu einem Kaffee? Ein offener Raum in Bergtheim, das sei sicherlich eine gute Sache.

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