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    Waldbüttelbrunn

    Viel diskutiert und dann doch vertagt

    Noch wird der Rathausinnenhof als Baustellenlager benutzt. Über die endgültige Platzgestaltung allerdings konnte sich der Gemeinderat nicht einigen und vertagte die Entscheidung. Foto: Matthias Ernst

    Der Neubau des Rathauses geht stetig voran und soll bis 2022 komplett abgeschlossen sein. Nun ging es darum, einen Förderantrag für die Platzgestaltung zu stellen. Die beteiligten Büros Planungsschmiede und Kaiser & Juritza stellten die Pläne dem Gemeinderat vor. Holger Diemer und Franziska Gernhart stellten die Pläne für die Neugestaltung des Rathausinnnenhofes vor, Alexander Bär die Sanierungspläne für die Lindenstraße und das Gässchen, die im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Rathausquartiers ebenfalls in das Sanierungskonzept integriert werden sollen.

    Der Rathausplatz soll wie bisher eine große Freifläche mit einem Wasserspiel bilden. Im Hangbereich zur Alten Kirche sollen Sitzstufen und kleine Terrassen angelegt werden, so die Planung. Die bisherigen Parkplätze vor dem alten Rathaus sollen zukünftig entfallen und auf der anderen Straßenseite der Lindenstraße ihren Platz finden. Einzig der Behindertenparkplatz wird sich weiter auf dem Gelände des Rathauses befinden, nur etwas höher.

    Kein Platz für den Maibaum vorgesehen

    Die vorgestellten Pflasterarten mit kleinteiligem Pflaster fanden wenig Befürworter und außerdem wurde aus dem Gremium bemängelt, dass kein Platz für den Maibaum vorgesehen ist, der von seinem bisherigen Platz an der August-Bebel-Straße näher an den Rathausplatz heranreichen soll. Sebastian Hansen (Bündnis 90/Die Grünen) merkte an, dass sich die große Fläche des Rathausplatzes in den heißen Sommern schnell aufheizen könnte und forderte weitere Beschattungen, beispielsweise durch Schatten spendende Bäume. Ihm sei klar, dass die große Fläche erhalten werden muss für die Feste, die weiterhin auf dem Rathausplatz stattfinden sollen. Daraufhin schlug Diemer vor, dass man mit großen Sonnenschirmen ebenfalls Schatten erhalten kann. Dies fand Zuspruch.

    Alois Bärmann und Barbara Plaschke (beide CSU) konnten sich mit dem kleinteiligen Pflaster in ungebundener Bauweise nicht anfreunden und Peter Schulz (fraktionslos) brachte zum Ausdruck, dass er sich nicht an diesem Abend für eine Variante des Pflasters entscheiden könne. Er beantragte eine Vertagung.

    Allgemeine Kritik ging an die Verwaltung, die innerhalb von 15 Minuten eine Entscheidung über eine Summe von circa 1,5 Millionen Euro haben wollte, obwohl im Vorfeld genügend Zeit gewesen wäre, das Projekt vorzustellen. Laut Zeitplan des Büros Kaiser & Juritza wäre eine Vorstellung schon im Juni möglich gewesen. Jetzt kurz vor Ende der Frist für die Förderantragstellung zu kommen, empfanden viele Gemeinderatsmitglieder als Zumutung und Überrumpelung.

    Sondersitzung im August

    Bei der ersten Vorstellung des Planes im November letzten Jahres war seitens des Gemeinderates angeregt worden, mögliche Musterflächen mit möglichen Pflasterungen noch einzusehen, bevor der Förderantrag gestellt wird. Doch auch das war nicht geschehen. Wegen der vielen unklaren Situationen folgte man schließlich dem Antrag von Schulz und vertagte den Tagesordnungspunkt. Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD) sagte daraufhin, dass man wahrscheinlich eine Sondersitzung Ende August einberufen müsse, um eine endgültige Entscheidung für den Förderantrag zu fällen, was aber nicht als problematisch vom Gremium angesehen wurde.

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